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Londoner U-Bahn stoppt Kampagne gegen müffelnde Nahrungsmittel

London (dpa) - Die Londoner U-Bahn hat eine Kampagne gegen müffelnde Nahrungsmittel in ihren Zügen nach heftigen Protesten italienischer Mitbürger abgebrochen.

London (dpa) - Die Londoner U-Bahn hat eine Kampagne gegen müffelnde Nahrungsmittel in ihren Zügen nach heftigen Protesten italienischer Mitbürger abgebrochen.

Wie die «Times» berichtete, wollten die U-Bahnbetreiber mit der 150 000 Euro teuren Posteraktion ihre Fahrgäste davon abhalten, andere Passagiere etwa mit übel riechenden Broten oder Pommes frites zu belästigen. Allerdings war auf den Bildern zur Abschreckung ein eindeutig als Italiener zu identifizierender Ladenbesitzer zu sehen, umgeben von Salami und Parmaschinken. Aufgebrachte Londoner mit italienischem Pass beklagten sich darüber massiv bei ihrem Botschafter Giancarlo Aragona, der daraufhin einen Beschwerdebrief an den Londoner Bürgermeister Ken Livingston schrieb - mit Erfolg.

«Das Poster legte nahe, dass italienisches Essen stinkt und dass Italiener übel riechende Nahrungsmittel verzehren. Dies war ein kolossaler Irrtum», sagte ein Sprecher der italienischen Botschaft der Zeitung. Die U-Bahnbetreiber ließen schließlich die Poster abnehmen und entschuldigten sich. «Unter keinen Umständen sollten Angehörige anderer Nationalitäten oder Firmen beleidigt werden», hieß es dem Bericht zufolge. Trotzdem könnte die Aktion noch ein Nachspiel haben. Denn ein italienischer Salami-Produzent behalte sich noch rechtliche Schritte vor: Sein Firmenlogo war deutlich auf dem Poster zu erkennen.

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