Los Angeles Times
Zeitung empfiehlt Obama und McCain

Die Redakteure der „Los Angeles Times“ haben zum ersten Mal seit über 30 Jahren wieder eine Wahlempfehlung ausgesprochen. Und die passenden Gründe lieferten sie gleich mit.

HB LOS ANGELES. Wenige Tage vor den wichtigen Vorwahlen in Kalifornien hat sich eine der größten US-Zeitungen für Barack Obama als Präsidentschaftskandidat der Demokraten ausgesprochen. Aus dem Lager der Republikaner empfahl die „Los Angeles Times“ John McCain. Es war das erste Mal seit 1972, dass die größte Zeitung an der Westküste der USA eine Wahlempfehlung für ihre mehr als zwei Millionen Leser aussprach.

Als Begründung führte die Redaktion am Freitag an, dass sich Obama am stärksten darauf konzentriere, die USA auf einen Kurs des „konstruktiven Wandels“ zu bringen. „Seine Kandidatur bietet den Demokraten die beste Hoffnung, Amerika in die Zukunft zu führen“, erklärte das Blatt. Die Kalifornier hätten mit Obama die Gelegenheit, ihre „aufregendste und konsequenteste Wahl seit einer Generation“ zu treffen. Obamas Rivalin Hillary Clinton führt Umfragen zufolge in Kalifornien deutlich vor dem schwarzen Senator aus Illinois. Mit 15 Millionen Wählern ist Kalifornien der größte und damit wichtigste US-Bundesstaat.

Für die Republikaner bezeichnete die als liberal geltende Zeitung McCain als die beste Wahl, weil seine konservative Einstellung „zumindest unverfälscht“ sei. McCains engster Rivale Mitt Romney habe sich dagegen allein schon deshalb disqualifiziert, weil er sich nicht von Foltermethoden distanzieren wolle.

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