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LSE-Vizechef: Keine Börsenfusion auf kurze Sicht

Reuters London. Die Londoner Börse, The London Stock Exchange (LSE), erwartet nach Einschätzung ihres Vizechefs, Martin Wheatley, auf kurze Sicht kein Zusammengehen von Börsenplätzen in Europa. Wheatley sagte am Freitag in London mit Blick auf den gescheiterten Fusionsversuch mit der Deutschen Börse AG, man habe einen sehr großen Lernprozess durchgemacht. "Die Fusion von Börsen ist eine sehr komplizierte Sache ..., die wahrscheinlich nicht kurzfristig stattfinden wird", sagte der stellvertretende Vorstandschef der LSE. In der kommenden Woche will die LSE ihren Börsenprospekt veröffentlichen und darin nach Wheatleys Worten die eigene Strategie als gänzlich börsennotiertes Unternehmen darlegen.

Die LSE will sich von der im kommenden Monat stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung unter anderem die Genehmigung einholen, die bisherige Beschränkung des Anteilsbesitzes jedes Aktionärs auf höchstens 4,9 Prozent des Kapitals zu streichen. Wheatley sagte weiter, er rechne damit, das die Londoner Börse in einen der FTSE-Kernindizes aufgenommen werde. Eine Aufnahme in den vielbeachteten Index der schwersten 100 britischen Börsenwerte (FTSE 100) sieht der LSE-Vize jedoch mangels ausreichender Marktkapitalisierung nicht.

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