Lucent-Entlassungen bremsen
Dax-Ausblick: Durchwachsener Start erwartet

Die deutschen Aktien dürften am Freitag leicht belastet in den Handel starten. Nach den negativen Vorgaben aus New York, sowie den geplanten Massenentlassung beim amerikanischen Telekomgiganten Lucent wird in Frankfurt ein durchwachsener Auftakt erwartet.

dpa-afx FRANKFURT. Die Düsseldorfer Wertpapierhandelsbank Lang & Schwarz sieht den Dax gegen 8.20 Uhr bei 5 255 Stellen und damit noch 1 Punkt über dem Schluss von 5 254,04 Punkten.

Die Standardwerte an der New Yorker Wall Street hatten den Donnerstagshandel mit Verlusten beendet. Der Dow Jones sank bis Handelsschluss um 0,47 % auf 10 228,32 Punkte, während der marktbreitere S&P-500 Index moderat um 0,28 % auf 1 162,02 Punkte nachgab. Der Nasdaq Composite verlor 0,94 % auf 1 842,56 Zähler. In Japan erholte sich der Nikkei-Index für 225 führende Werte nach seinem Vortagessturz auf ein neues 17-Jahres-Tief um 39,39 Punkte oder 0,4 % und ging beim Stand von 11 166 ,31 Punkten ins Wochenende.

Nach US-Börsenschluss hatte der Telekomausrüster Lucent Technologies Inc. angekündigt, die Zahl seiner Mitarbeiter durch Massenentlassungen, Verselbstständigungen und Verkäufe von Firmensparten, Produktionsverlagerungen an Fremdbetriebe und weit reichende Umstrukturierungen um etwa die Hälfte zu reduzieren.

Die deutschen Aktien hatten am Donnerstag fester geschlossen. Der Dax stieg um 0,65 % auf 5 254,04 Punkte. Am Neuen Markt stieg der Nemax50 um 0,57 % auf 1 068,04 Stellen. Die im MDax gelisteten 70 mittelgroßen Standardwerte verloren leicht um 0,04 % auf 4 608,28 Zähler.

Vor Börsenbeginn hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt, dass die deutschen Importpreise im Juli gegenüber Juni um 1,5% gesunken sind. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen sie um 1,7%. Das war die niedrigste Jahresteuerungsrate seit den 0,8 %punkten vom August 1999. Der Erzeugerpreisindex für gewerbliche Produkte ist in Deutschland im Juli gegenüber Juni um 0,5 %punkte gesunken. Die Zahlen entsprechen etwa den Erwartungen der Volkswirtschaftsexperten.

Der Essener Versorger RWE AG steht nach Informationen des "Handelsblatt" kurz vor weiteren Übernahmen im Wassergeschäft. Das sei am Donnerstag aus unternehmensnahen Kreisen verlautbart, berichtet das Blatt (Freitagsausgabe). Kaufobjekt soll den Angaben zufolge zunächst der US-Wasserversorger Azurix sein, eine Tochter des größten US-Energiehändlers Enron . Aber auch an der Tochter des Stromkonzerns E.ON , der Gelsenwasser AG, bestehe großes Interesse.

Die im MDax gelistete Hochtief AG will nach einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) im zweiten Halbjahr in Deutschland bis zu 700 Arbeitsplätze streichen. Dies sei aus Unternehmenskreisen verlautet, berichtet das Blatt (Freitagsausgabe). Der mehrheitlich zum Energieunternehmen RWE zählende Konzern hatte am Donnerstag nach Verlusten in Höhe von 52,8 Mill. ? (103 Mill. DM) die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr zurückgeschraubt und bereits einen möglichen Stellenabbau angekündigt.

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