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Lucent übertrifft Quartalsprognose - Stockt Umsatzziel 2003 04 aufDPA-Datum: 2004-07-21 15:19:11

(dpa-AFX) Murray Hill - Nach überraschend guten Quartalszahlen hat der amerikanische Telekom-Ausrüster Lucent < LU.NYS > < LUC.FSE > seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2003/04 (Ende September) angehoben.

(dpa-AFX) Murray Hill - Nach überraschend guten Quartalszahlen hat der amerikanische Telekom-Ausrüster Lucent < LU.NYS > < LUC.FSE > seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2003/04 (Ende September) angehoben.

Für das Ende Juni abgelaufene dritte Geschäftsquartal meldete die im S & P-100-Index < OEX.IND > notierte Lucent am Mittwoch vor US-Börseneröffnung einen "Rekordüberschuss" von 387 Millionen Dollar oder 0,08 Dollar je Aktie und damit den vierten Quartalsgewinn in Folge. Etwa die Hälfte des Gewinns pro Titel machten positive Sondereffekte aus. Telekom-Konzerne hätten verstärkt Produkte von Lucent nachgefragt. Die in Murray Hill ansässige Lucent Technologies Inc. gehört zu den weltgrößten Telekom-Ausrüstern.

Aufgestocktes Umsatz-Ziel

"Wir haben beständig Gewinne erzielt, da sich der Markt stabilisiert hat und wir rechnen mit einem profitablen Geschäftsjahr", sagte Finanzchef Frank D'Amelio. "Derzeit erwarten wir, dass der Jahresumsatz im mittleren einstelligen Prozent-Bereich steigt." Im April hatte Lucent gemeldet, dass die Erlöse voraussichtlich im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen dürften.

Bereits damals hatte die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr vor Sonderposten einen Gewinn angepeilt. Vor wenigen Tagen hatte Lucent einen 5 Milliarden Dollar schweren Vertrag vom US-Mobilfunkanbieter Verizon < VZ.NYS > < BAC.ETR > erhalten. Analysten erwarten derzeit im Schnitt, dass Lucent im aktuellen Geschäftsjahr 8,91 Milliarden Dollar umsetzt. Dies wären rund 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (8,47 Mrd Dollar).

Quartalszahlen

"Im dritten Quartal haben wir unsere profitable Dynamik fortgesetzt und einige positive Signale in den Hauptfeldern geortet, die wir als Wachstumsfelder ausgemacht haben", sagte Lucent-Chefin Patricia Russo. "Wir haben 35 Verträge mit Kunden beziehungsweise Verhandlungen in 20 Ländern bekannt gegeben. Außerdem sehen wir steigende Fortschritte in Bereichen wie Internet-Telefonie (Voip) oder dem mobilen Hochgeschwindigkeits- und Breitband-Zugang zu Daten."

Im Berichtzeitraum schwang sich Lucent im Jahresvergleich unerwartet deutlich in die Gewinnzone und verbuchte Gewinnzuwächse gegenüber dem Vorquartal. Der Überschuss belief sich auf 387 Millionen Dollar (0,08 Dollar/Aktie). Im zweiten Geschäftsquartal waren es noch 68 Millionen Dollar (0,02 Dollar/Aktie) gewesen. Ein Jahr zuvor hatte Lucent einen Fehlbetrag von 254 Millionen Dollar (minus 0,07 Dollar/Aktie) verzeichnet.

Sondereffekte

Im dritten Geschäftsquartal erhöhten positive Sondereffekte den Gewinn je Aktie um etwa 0,04 Cent je Aktie. Ohne Sonderposten hätte Lucent damit 0,04 Dollar pro Anteilschein erwirtschaftet. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 0,02 Dollar gerechnet. Als Sonderposten nannte der Telekomausrüster unter anderem die Neubewertung von Optionsrechten, die als Teil von Lucents Vergleich in einem Rechtsstreit mit Aktionären ausgegeben werden sollen. Zudem seien bestimmte Umstrukturierungskosten storniert worden.

Beim Umsatz traf der Netzwerk-Ausrüster in etwa die Prognosen der Branchenexperten. Lucent setzte 2,19 Milliarden Dollar im Berichtquartal um. Die Erlöse stagnierten gegenüber dem Vorquartal. Im Jahresvergleich legte der Umsatz 11 Prozent zu. Analysten hatten durchschnittlich 2,20 Milliarden Dollar vorhergesagt.

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