Luftbrücke vom Ground Zero
New Yorks Feuerwehr hilft Afghanen

New Yorker Feuerwehrleute und Polizisten, die nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center unter Einsatz ihres Lebens tausende Menschen gerettet haben, helfen jetzt Notleidenden in Afghanistan.

dpa NEW YORKER. Eine Gruppe der "Helden von New York" ist am Mittwoch nach Kabul abgeflogen, um dort rund 40 Tonnen Hilfsgüter wie Decken, Reis und Milchpulver zu übergeben.

Die Reise in das Land, dessen Taliban-Herrscher den Drahtziehern der Terrorangriffe gegen die USA Schutz geboten hatten, begann mit einer symbolischen Verabschiedung am "Ground Zero", wie das Trümmerfeld des World Trade Centers genannt wird. Ihre humanitäre Aktion stellten die Feuerwehrleute und Polizisten, die am 11. September mehr als 350 ihrer Kameraden in den einstürzenden WTC-Wolkenkratzern verloren hatten, unter das Motto "Der Geist Amerikas - Luftbrücke von Ground Zero nach Ground Zero".

Auch Kabul sei nach den Bombenangriffen so etwas wie ein "Ground Zero", sagte der Kaplan der New Yorker Feuerwehr, John Delendick, der die Abordnung begleitet. "Unsere Luftbrücke der Hilfe nach dort verstehen wir als eine elementare Geste der Versöhnung." Feuerwehr-Chef Thomas von sagte bei der Verabschiedung: "Mit den Hilfsgütern für Menschen, die dem harten afghanischen Winter entgegen sehen, bringen die New Yorker eine wichtige Botschaft nach Kabul: Alle Amerikaner wollen den Prozess der Heilung und des Wiederaufbaus beginnen."

Die Hilfsgüter sollen am Donnerstag in Kabul an Vertreter der Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen übergeben werden. Bei der Verteilung an Suppenküchen, Hospitäler und Schulen in Kabul wollen die vier Feuerwehrmänner und zwei Polizisten in den folgenden Tagen ebenfalls helfen. "Diese Aktion ist für uns alle, die wir täglich im Hilfseinsatz für Menschen sind, sehr wichtig", sagte Delendick. Auch Begegnungen mit US-Soldaten, die in Afghanistan eingesetzt sind, seien geplant.

Nach einer Zwischenlandung in Amsterdam setzte die New Yorker Abordnung die Reise nach Baku (Aserbaidschan) fort. Von dort sollen sie mit einer Sondermaschine zur US-Militärbasis Bagram in der Nähe von Kabul gebracht werden.

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