Luftfahrtkrise hält an
KLM erwägt weiteren Stellenabbau

Die niederländische Fluggesellschaft KLM sieht trotz nachlassender Belastungen durch die Lungenkrankheit Sars keine Geschäftsbelebung und erwägt einen weiteren Stellenabbau.

Reuters AMSTERDAM. "Es stimmt, dass Sars den Höhepunkt hinter sich hat", sagte Konzernchef Leo van Wijk am Mittwoch auf der Jahreshauptversammlung. "Aber wir sehen keine wesentliche Verbesserung des Marktes und keine entsprechende Verbesserung unserer Ergebnisse." Wie zahlreiche Konkurrenten leidet auch Europas viertgrößte Fluggesellschaft unter den rückläufigen Asienreisen nach dem Ausbruch von Sars in Südchina im Herbst vergangenen Jahres. Die Krankheit gilt inzwischen als weitgehend unter Kontrolle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Dienstag ihre letzte Reisewarnung im Zusammenhang mit Sars aufgehoben.

Die Fluggesellschaft teilte weiter mit, sie erwäge zusätzlich zu der bereits angekündigten Kürzung von 3000 Stellen, weitere 1500 Stellen zu streichen. Unmittelbar nach der Ankündigung stiegen die KLM-Aktien um 6,4 %, gaben kurz darauf jedoch wieder nach und schlossen bei mit einem Minus von 3,03 % bei 7,37 ?. Im Sog von KLM verloren auch die Aktien anderer europäischer Fluglinien, darunter Lufthansa und British Airways. Die KLM-Titel haben seit vergangenem November mehr als 40 % an Wert eingebüßt.

Ein KLM-Sprecher erklärte, die zusätzlichen Stellenstreichungen würden im Geschäftsjahr 2004/2005 greifen und seien abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Entscheidung über eine Allianz mit anderen Fluggesellschaften. 3000 Stellen sollen bereits in diesem Geschäftsjahr gestrichen werden, das im März des kommenden Jahres endet.

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