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Lufthansa-Aktie fällt

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Deutschen Lufthansa sind am Mittwoch gefallen. Am Tag der Hauptversammlung verloren die Papiere bis 10.55 Uhr um 1,49 % auf 19,16 ?. Der Dax sank unterdessen um 0,71 % auf 5 880,70 Zähler.

"Der Versuch, die Gewinnwarnung primär dem Pilotenstreik zuzuschreiben ist ein politischer Schachzug", urteilt Pia-Christina Schulze, Analystin bei Merck Fink&Co. Das Hauptproblem der Lufthansa sei die unsichere konjunktuerelle Entwicklung. "Der Pilotenstreik ist ja nicht völlig unerwartet, er war teuer aber absehbar." Tatsächlich hätten aber nicht die Personalkosten, die Gewinnwarnung der Lufthansa verursacht. Die schwache Weltwirtschaft "drückt wirklich auf Margen und Profit."

"Solange die Ur-Abstimmung läuft, wird aber natürlich versucht, auf diese Weise Druck auf die Piloten auszuüben." Vor allem die Opportunitätskosten des Streiks seien enorm hoch und hätten weitreichende Auswirkungen: "Passagiere, die während des Streiks bei der Konkurrenz gebucht haben, gehen natürlich zu Lasten der Lufthansa, haben aber nichts mit steigenden Personalkosten zu tun."

Aktuelle Verluste auf Hauptversammlung zurückzuführen

Die aktuellen Kurseinbußen gehen "ganz klar" auf die heutige Hauptversammlung der Airline zurück, sagte Schulze. Sie wertet den Verlust als nachträgliche Reaktion auf die "extreme Gewinnwarnung" der vergangenen Woche, da "das Thema heute nochmal diskutiert wird". Außerdem hält sie Befürchtungen der Marktteilnehmer für denkbar, die durch die aktuellen Streiks der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di im öffentlichen Personen-Nahverkehr hervorgerufen werden könnten. Es könne sein, dass die Anleger Nachverhandlungen des restlichen Lufthansa-Personals fürchten. Ich glaube aber nicht, dass es dazu kommen wird", sagte die Expertin.

Die Lufthansa hatte in der vergangen Woche mitgeteilt, in diesem Jahr nur noch mit einem Gewinn von 700 bis 750 Mill. ? zu rechnen. Ursprünglich war eine Mrd. Euro prognostiziert worden.

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