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Lufthansa-Aktie im Sinkflug - Börse ignoriert E-Business

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der Deutschen Lufthansa AG haben nach der Ankündigung der Fluggesellschaft, ihre E-Business-Sparte völlig neu stukturieren zu wollen, nachgegeben. Ein Analyst der DG Bank in Fankfurt begründete den massiven Kursrückgang allerdings mit Gewinnmitnahmen angesichts des hohen Ölpreises und mit technischen Faktoren.

Bis 19.30 Uhr sanken Lufthansa um 3,45% auf 23,80 Euro. Gleichzeitig gab der der Dax 1,15% auf 6.918,82 Punkte nach.

Das "Handelsblatt" hatte in seiner Montagsausgabe unter Berufung auf ein Gespräch mit Lufthansa-Chef Jürgen Weber berichtet, dass der Konzern seine E-Business-Sparte komplett umstrukturieren wolle. Dabei sollten einige Geschäftszweige massiv ausgebaut und diese Tochterunternehmen an die Börse gebracht werden. "Wir wären dabei durchaus bereit, auf die Mehrheitsbeteiligung an diesen Töchtern zu verzichten", sagte Weber im Gespräch mit dem "Handelsblatt".

Als Kandidaten für einen Börsengang sieht der Lufthansachef laut "Handelsblatt" unter anderem die E GmbH, -Commerce das Kreditkarten- und Reisemanagementunternehmen Air Plus sowie ein gerade gegründetes Joint-Venture-Unternehmen um Star Ticket. Einen Zeitrahmen für den Börsengang habe Weber nicht genannt.

"Wir glauben, dass diese Strategie für Lufthansa die richtige ist", sagte Analyst Stefan Buchholz von der DG Bank in Frankfurt. Die Fluggesellschaft baue damit eine Sparte aus, die bei Lufthansa bisher noch unterrepräsentiert gewesen sei. Der Kursverlust sei aber auf den anhaltend hohen Rohölpreis zurück zu führen, der sich voraussichtlich auf Halbjahressicht auf einem Niveau von 30,00 USD je Barrel einpendeln werde.

Zwar habe Lufthansa sich mit Terminkontrakten gegen den Ölpreis abgesichert. Allerdings mache sich am Markt die Meinung breit, dass der Konzern angesichts des voraussichtlich anhaltenden hohen Niveaus des Ölpreises dieser Entwicklung künftig nur durch Ticketpreiserhöhungen begegnen könne. Das habe Investoren zu Gewinnmitnahmen veranlasst.

Die Kursverluste sei von "extrem niedrigen Umsätzen" begleitet gewesen. Das sei ein "eher positives Zeichen" und weise darauf hin, dass es sich dabei um ein "triviale Entwicklung" handle. Technisch liege bei den Lufthansa-Titeln ein Abwärtstrend vor. Kaufsignale für die Papiere lägen erst bei einem Überschreiten der Marke von 25,00 Euro vor. Bis dahin sei aus technischer Sicht ein Testen der 23-Euro-Marke möglich.

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