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Lufthansa drückt Kosten mit neuem Tarifvertrag für das Bodenpersonal

Die Deutsche Lufthansa hat den Streit mit dem Bodenpersonal beigelegt und einen Tarifvertrag bis Ende 2006 vereinbart. Mit der Gewerkschaft ver.di sei ein Kompromiss für die 37 000 Beschäftigten gefunden worden, teilte die Lufthansa am Mittwochabend in Frankfurt mit.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Lufthansa hat den Streit mit dem Bodenpersonal beigelegt und einen Tarifvertrag bis Ende 2006 vereinbart. Mit der Gewerkschaft ver.di sei ein Kompromiss für die 37 000 Beschäftigten gefunden worden, teilte die Lufthansa am Mittwochabend in Frankfurt mit. Vor wenigen Tagen hatte die Lufthansa sich bereits mit ihren Piloten geeinigt. Für die 13 700 Beschäftigten in der Kabine hat die Lufthansa bisher noch keine Vereinbarungen getroffen.

Der Tarifvertrag, mit einer Laufzeit von zwei Jahren, sieht ein Einfrieren der Gehälter vor. Die Beschäftigten erhalten im Gegenzug eine Einmalzahlung von 0,5 Prozent eines Jahresgrundgehaltes für 2005 und weitere 1,6 Prozent für 2006.

Grosser Schritt IN DIE Richtige Richtung - Analystin

Analystin Jacqueline Lerique von BNP Paribas bewertet die Einigung als einen großen Schritt in die Richtgung. "Die Lufthansa kann ihre Kosten drücken und sich mit den neuen Arbeitszeitregeln besser an die Schwankungen im Fluggeschäft anpassen", sagte Lerique. An der Börse blieb die Aktie knapp mit 0,1 Prozent im minus bei 11,03 Euro. Der Dax fiel gleichzeitig um 0,23 Prozent auf 4 202 Punkte.

Die Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden kann künftig innerhalb der Geschäftsfelder mit einer Tarifvereinbarung um 2,5 Stunden erhöht oder gesenkt werden. Ferner wird das Jahresarbeitszeitmodell auf 18 Monate ausgedehnt. Zuschläge zu angeordneten Überstunden gibt es künftig erst ab der zehnten Arbeitsstunde am Tag oder ab der 48. Arbeitsstunde in der Woche.

Außerdem werden die Zeitzuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit für neue Mitarbeiter auf den steuerlich begünstigten Umfang zurück gefahren. Sie erhalten statt 30 Tage Jahresurlaub zukünftig in den ersten beiden Jahren 25 Tage und im dritten und vierten Jahr 27 Urlaubstage.

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