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Lufthansa fliegt wieder nonstop aus Berlin nach USA

. Die Hauptstädte Deutschlands und der Vereinigten Staaten sind seit Montag mit einem Non-Stop-Flug miteinander verbunden. Mit politischer Prominenz an Bord startete um 11.10 Uhr ein Lufthansa-Airbus A340 von Berlin-Tegel nach Washingto

ap BERLIN. Mit Beginn des Sommerflugplans nahm die Lufthansa auch Direktflüge von Frankfurt nach Denver und Phoenix auf.

In Berlin wurde das vierstrahlige Flugzeug bei strahlendem Sonnenschein mit einer großen Party auf die Reise geschickt. Es ist seit fast zehn Jahren die erste umsteigefreie Verbindung aus der Hauptstadt in die Vereinigten Staaten. An Bord des Fluges befanden sich auch der Regierenden Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen, und der Ministerpräsident von Brandenburg, Manfred Stolpe. Lufthansa-Vorstandschef Jürgen Weber würdigte das Zustandekommen der Verbindung als Erfolg einer "Bürgerinitiative". Sowohl die Berliner Hotellerie als auch die Industrie- und Handelskammer hatten sich immer wieder dafür eingesetzt, teilweise mit freiwilligen Selbstverpflichtungen.

Weber erwähnte auch die wirtschaftlichen Risiken. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme gegeben, Interkontinentalflüge aus Berlin nach den USA wirtschaftlich zu gestalten. Zwar fanden sich genügend Touristen, die die Billigtarife nutzten. Doch flogen nur wenige Geschäftsleute zum Vollzahlertarif. Zuletzt hatte Delta Air Lines Anfang der 90er Jahre einen Amerika-Flug angeboten, ihn jedoch trotz guter Auslastung wegen mangelnder Rentabilität wieder eingestellt.

Die Lufthansa hatte zur Internationalen Tourismus-Börse Anfang des Monats erklärt, mittelfristig müsse sich die tägliche Verbindung rechnen. "2002 wollen wir damit Geld gewinnen", hatte Vertriebsvorstand Thierry Antinori gesagt.

Auch Gegner der Verbindung meldeten sich am Montag in Berlin zu Wort. "Lufthansa Fluch nach Washington gemessen und zu laut befunden", kritisierte eine Bürgerinitiative, die sich dagegen wehrt, dass der Flughafen Tegel als "Luftkreuz" genutzt wird. Sie hatte ein Lärmmessgerät in einem nahe gelegenen Wohngebiet aufgestellt und den "vierstrahligen Vogel" A340 beim Start mit 88,2 Dezibel gemessen. Bei derselben Messung hätten die in Tegel "normalen" zweistrahligen Maschinen Werte zwischen 79,2 und 82,8 Dezibel erreicht, erklärte die Initiative. Sie setzt sich dafür ein, alle Maschinen, die über mehr als 180 Sitzplätze verfügen, auf den an der Berliner Peripherie gelegenen Flughafen Schönefeld zu verlegen. Der A340 hat 247 Sitze.

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