Lufthansa geben nach - Deutsche Bank im Plus
Deutsche Aktien verlieren

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählt die Deutsche-Bank-Aktie. Sonst liegen die Standardwerte im Minus. Besonders die Technologiewerte geben nach.

dpa/vwd FRANKFURT/MAIN. An der Frankfurter Börse haben am Mittwoch die Aktienkurse überwiegend nachgegeben. Das Börsenbarometer Dax verlor bis 10.30 Uhr 0,27 % auf 6 254 Punkte. Am Neuen Markt fiel der Nemax 50 um 0,80 % auf 1 920 Zähler. Der M-Dax kletterte hingegen um 0,14 % auf 4 763 Punkte.

"Die Lufthansa-Aktie leidet unter der Ungewissheit über das Ende der Tarifverhandlungen mit den Piloten", sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. Der Titel verbilligte sich um 2,15 % auf 22,80 ?.

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählte hingegen das Papier der Deutschen Bank, das sich um 1,82 % auf 22,90 ? verteuerte. "Viele Analysten sehen das Papier des deutschen Bankenprimus im Vergleich mit amerikanischen Häusern als moderat bewertet", erklärte Aktienhändler Oliver Hauer von M.M. Warburg.

Infineon-Aktie fällt um mehr als 4 %

Für SAP scheint die Markterwartung eines "sehr festen Tages" weiter nicht aufzugehen, obwohl sie sich mit plus 0,2 Prozent auf 178,30 Euro gegen den Markttrend behaupten können. Wegen der Möglichkeit einer Allianz zwischen SAP und IBM im e-Business-Bereich sei hier auf deutlich festere Kurse spekuliert worden, heißt es. Ebenfalls leicht im Plus zeigen sich Deutsche Telekom "trotz" der Spezifikation ihrer Zahlen zum ersten Quartal. Marktteilnehmer verweisen zur Erklärung auf ausreichend gute Zahlen auf Konzernebene, aber eine als "desaströs" bezeichnete Verdoppelung der Verluste bei T-Mobile.

Da "man das am Markt wohl erwartet hatte", verbessern sich Telekom um rund 0,7 Prozent auf 27,06 Euro. Infineon bauen dagegen ihre Kursverluste stark aus. Nachdem das Unternehmen den Ausblick für den DRAM-Absatz zurückgenommen hatte und Vorstandsvorsitzender Schumacher zusätzlich die Möglichkeit von Verlusten im dritten Quartal einräumte, sprachen Händler von "verdorbener Laune". Infineon geben kurzfristige Stabilisierungsversuche wieder auf und verlieren 4,3 Prozent auf 44 Euro glatt. Epcos und Siemens werden von Infineon mitgezogen. Epcos verlieren 1,7 Prozent auf 78,25 Euro, Siemens geben 0,9 Prozent ab auf 89,90 Euro.

Auch Volkswagen (VW) verlieren rund 0,7 Prozent auf 59,65 Euro, obwohl der Aufbau eines Schutzes gegen Übernahmen vom Handel sehr positiv gewertet wurde. Schließlich handele es sich dabei "um das Eingeständnis, ein Übernahmeziel zu sein" sowie "ein klares Bekenntnis, dass der Kurs zu tief ist".

In der zweiten Reihe profitieren Continental von Hoffnungen, als Zulieferer für Ford in Frage zu kommen. Auch der gute Ausblick auf der Hauptversammlung scheint zu gefallen und trägt den Titel um 1,7 Prozent auf 17,03 Euro. Tagesgewinner sind die Aktien von Spar. Nach einem Übernahmeangebot der französischen Kaufhauskette Intermarche legen sie um 112 Prozent zu auf 5,86 Euro.

Der Euro gab im Frankfurter Devisenhandel nach und wurde mit 0,8612 $ gehandelt. Die amerikanische Währung kostete 2,2714 DM.

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