Lufthansa im Aufwind
Dax erlebt Berg und Talfahrt

Die deutschen Aktien haben am Freitag unter dem Eindruck schwacher US-Arbeitsmarktzahlen eine Berg- und Talfahrt erlebt. Der überraschend starke Anstieg der US-Arbeitslosenrate im April hatte am Nachmittag die Anleger schockiert und zunächst Kursverluste ausgelöst. Zum Abend ging es jedoch wieder aufwärts.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Dax lag knapp zwei Stunden vor Handelsschluss um 0,52 % fester bei 6121 Punkten. Am Neuen Markt konnte der Nemax 50 frühere Verluste teilweise wieder gut machen und stand um 0,62 % leichter bei 1836 Zählern. Zuvor war der Index zeitweise bis auf 1767 Stellen gefallen. Der MDAX der 70 mittelgroßen Werte fiel um 0,75 % auf 4555 Punkte.

"Die Arbeitsmarktdaten in den USA sind sehr schlecht ausgefallen", erläuterte ein Münchener Händler. Allerdings seien die Kursverluste nur eine kurzfristige Reaktion gewesen. Dann hätten sich Anleger von ihrem ersten Schrecken erholt. Die US-Arbeitslosenrate stieg im April überraschend stark auf 4,5 % und erreichte den höchsten Stand seit Oktober 1998. Zugleich verloren mit 300 000 Menschen so viele ihren Job wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Auf Grund von Hoffnungen auf eine baldige Einigung der Deutschen Lufthansa und der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) im Tarifstreit stieg die Lufthansa-Aktie um 4,83 % auf 21,72 ?. Die Tarifgespräche zwischen der Kranichlinie und Cockpit (VC) sollen schon am Montag wieder aufgenommen werden.

Aktien der Deutschen Telekom gehörten mit einem Plus von 0,70 % auf 27,19 ? ebenfalls zu den Gewinnern. Händler sahen die Zuwächse auch als Reaktion auf die Aufstufung des europäischen Telekomsektors durch die Investmentbank Goldman Sachs.

Unter den Technologietiteln tendierte die Aktie des Walldorfer Software-Konzerns SAP mit minus 0,79 % auf 164,20 ? schwächer. Bei dem Papier dauerten nach dem Kursanstieg auf 180 ? von 110 ? Anfang April Gewinnmitnahmen an.

Thyssen-Krupp deutlich abgeschlagen

Deutlich abgeschlagen lag die Aktie des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp, die 2,88 % auf 16,85 ? nachgab. Die Investmentbank UBS Warburg hatte den Stahlsektor auf marktneutral heruntergestuft. Auch die Metro-Aktie büßte 2,69 % auf 48,90 ? ein.

Die US-Börsen drehten nach einem schwachen Auftakt ins Plus. Auch an den europäischen Aktienmärkten war die Tendenz am Abend freundlich. Der EuroStoxx 50 kletterte 0,29 % auf 4415 Punkte. Auch die Börsen in Mailand und London legten zu, während sich der Aktienmarkt in Paris kaum von der Stelle bewegte.

Der Euro legte am Freitag zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8939 (Donnerstag: 0,8903) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,1880 (2,1968) DM. Nach Bekanntgabe der US- Arbeitsmarktdaten gewann der Euro zunächst deutlich an Wert, wurde jedoch am frühen Abend wieder für 0,8933 Dollar gehandelt.

Der Rentenmarkt zeigte sich insgesamt fester. Der Bund-Future stieg um 0,3 % auf 107,45 Zähler. Für den Rentenindex REX ging es um 0,2 % auf 112,00 Punkte nach oben. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag mit 4,93 % (Donnerstag: 4,98) fest.

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