Lufthansa können sich erholen
Schwache Technologiewerte belasten Dax

Belastet von den schwachen US-Börsenvorgaben haben sich die deutschen Standardwerte am heutigen Vormittag leichter präsentiert.

Reuters FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) gab bis gegen 11.00 Uhr 0,5 % auf 7 234 Punkte nach. Von 30 gehandelten Top-Werten zeigten sich 20 mit Abschlägen und zehn mit Aufschlägen. Nach rund zwei Handelsstunden waren etwa 5,4 Mill. Dax-Werte auf dem eletronischen System Xetra umgesetzt, was Börsianer als sehr niedrig bezeichneten. Händler sprachen von einem lustlosen und zähen Geschäft. Es fehlten die Impulse, hieß es. Die Kursbewegungen der Einzelwerte hielten sich in recht engen Grenzen. Auf der Verliererseite ragten nach dem starken Nasdaq-Rückgang insbesondere die Hochtechnologiewerte heraus.

Die New Yorker Aktienbörse hatte am Freitag schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte ging 38,11 Punkte oder 0,34 % tiefer auf 11 221,76 Zählern aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq-Index schloss 2,91 % niedriger auf 3979,25 Zählern. Sowohl S&P-Future als auch Nasdaq-100-Future lagen am Vormittag im Minus und signalisierten für diesen Montag einen leichteren Auftakt an den US-Börsen.

Der Sturz des Nasdaq-Composite-Indexes unter die psychologisch wichtige Marke von 4 000 Zählern habe die deutschen Hochtechnologiewerte unter Druck gebracht, sagte ein Händler. Die Konsolidierung am deutschen Aktienmarkt setze sich fort, sagte ein Analyst. Die Marktlage sei auf Grund des schwachen Euro weiterhin labil.

Bei den Hochtechnologiewerten verringerten sich Siemens um 0,3 %, SAP um 1,4 %, Epcos um 1,5 % und Infineon um 1,9 %. Indexschwergewicht Deutsche Telekom ermäßigte sich um 0,7 %.

Gegen die allgemeine Markttendenz konnten sich dagegen Lufthansa stemmen. Die Aktie zog um 1,6 % auf 23,68 Euro an. Bereits am Freitag war der Wert im Zuge einer technischen Erholung um 1,3 % gestiegen. Auch ThyssenKrupp setzten ihren Erholungskurs mit einem Plus von knapp einem Prozent fort.

Größter Verlierer waren Münchener Rück mit einem Kursabschlag von gut drei Prozent. Händler erklärten den Abwärtstrend mit Gewinnmitnahmen. Die Aktie war in der vergangenen Woche gut gelaufen.

Freundlich zeigten sich die Chemiewerte Bayer und BASF . Händler sagten, der Beschluss der Opec, die Fördermenge zu erhöhen, habe der Branche vermutlich geholfen. Die Förderländer hatten sich gestern in Wien darauf geeinigt, die Fördermenge von Oktober an stärker als von Beobachtern erwartet um 800 000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Die tägliche Produktion der zehn Erdölförderländer steigt um drei Prozent auf 26,2 Mill. Barrel pro Tag (1 Barrel = 159 Liter). Sollten die Ölpreise nach diesem Beschluss wieder sinken, dürfte dies die Chemieunternehmen entlasten und deren Gewinnmargen etwas verbessern, sagte ein Händler.

Degussa-Hüls verbilligten sich dagegen um 1,1 %. Degussa-Hüls und SKW Trostberg laden für 13.00 Uhr zur gemeinsamen Pressekonferenz ein. Thema ist die geplante Fusion der beiden Unternehmen.

Der MDax schwächte sich um 0,9 % auf 4917 Punkte ab. Heidelberger Zement büßten nach Vorlage ihrer Halbjahreszahlen 2,4 % ein.



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