Lufthansa leidet unter hohem Ölpreis
Dax erholt sich im Handelsverlauf deutlich

Experten bezeichnen die Situation als relativ gefasst, obwohl die Stimmung pessimistisch sei. Mehr negative Nachrichten seien bald kaum vorstellbar.

vwd FRANKFURT. Knapp behauptet notieren die deutschen Aktienkurse am Freitagmittag. Bis gegen 12.15 Uhr verliert der DAX 0,2 Prozent bzw 14 Punkte auf 6.451 Zähler und kann sich damit schon wieder deutlich von seinem Tagestief bei 6.386 Stellen lösen.

Beobachtern zufolge hält sich der Markt angesichts der Spannungen im Nahen Osten und dem wieder gestiegenen Ölpreis recht gut. Die Situation sei relativ gefasst, heißt es. Noch vor einem halben Jahr hätte der Markt deutlich stärker auf ähnliche Ergnisse reagiert, sagen Händler. "Mehr negative Nachrichten können wir bald nicht mehr haben, die Stimmung ist pessimistisch", so ein Händler.

Die Banken hätten ihre Bücher sauber. Allerdings wolle auch niemand so richtig Positionen eingehen. Zu den größten Verlierern gehören nach wie vor Lufthansa , die 4,5 Prozent auf 20,88 EUR abgeben. Ein Händler verweist auf den hohen Ölpreis, der vielleicht einige Anleger zu etwas übertriebenen Reaktionen veranlasse. "Sonst wird derzeit alles über die Eurex gesteuert, aber bei der Lufthansa ist es eindeutig der Ölpreis", lautet der Kommentar eines weiteren Teilnehmers. Obwohl die Lufthansa relativ gut abgesichert sei, belasteten zudem Kommentare von US-Airlines über hohe Hedge-Prämien. Außerdem hatte die EU der Lufthansa, Austrian Airlines und Scandinavian Airlines System mitgeteilt, dass sie ernsthafte Bedenken gegen ihre Kooperationsvereinbarungen vom Dezember 1999 hat.

Im Plus notieren VW , die 1,4 Prozent auf 54,38 EUR zulegen. Die Analysten von Lehman Brothers hatten das VW-Kursziel auf 60 EUR von zuvor 52 EUR angehoben. Die Heraufstufung wird mit der guten Performance des Titels begründet, der in den vergangenen drei Monaten rund 39 Prozent an Wert zugelegt hat. Als Hintergrund für das deutliche Plus sehen die Analysten unter anderem die Ankündigung des Unternehmens, bis zu zehn Prozent eigener Aktien zurückzukaufen. DaimlerChrysler verbessern sich um 2,9 Prozent auf 53,10 EUR, während BMW infolge von Gewinnmitnahmen um 3,6 Prozent auf 37,60 EUR fallen.

Der Bund-Future notiert knapp behauptet, der MDAX schwächer. Die Kurse am Neuen Markt geben im Durchschnitt um 3,2 Prozent nach. Der S&P-Future notiert aktuell mit 0,3 Prozent im Plus. Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 275,85 $ gefixt.

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