Lufthansa nach Tarifabschluss mit Fluglotsen im Plus
Dax zeigt sich sehr fest

Die deutschen Aktien haben am Mittwoch deutlich zugelegt. Das Börsenbarometer Dax gewann im frühen Handel 2,24 % auf 6 069 Punkte.

dpa FRANKFURT. Der MDax, in dem die mittelgroßen Werte zusammengefasst sind, legte um 0,38 % auf 4 562 Punkte zu.

Die Technologiewerte im Dax folgten der positiven Vorgabe der US- Computerbörse Nasdaq und zogen im Vormittagshandel deutlich an.

Die T-Aktie kletterte um 5,62 % auf 29,14 Euro. Der Titel profitiere vor allem von dem allgemein positiven Marktumfeld, erklärte ein Frankfurter Aktienhändler. Zudem macht der Bonner Telekomriese mit seiner Androhung Ernst und hat begonnen bei anderen Telefonfirmen Schulden einzutreiben. Die Bonner schickten ultimativ Zahlungsforderungen an 31 Unternehmen. Und am heutigen Mittwoch sollen um 18 Uhr die Leitungen zum angeschlagenen Call-by-Call-Anbieter Callino endgültig gekappt werden. Das Münchener Unternehmen hat bei der Telekom hohe Schulden und kein tragfähiges Zahlungskonzept, hieß es von der Telekom.

Zu den wenigen Verlierern zählte hingegen die Aktie des Mischkonzerns Preussag, die um 0,58 % auf 39,10 Euro nachgab.

Technologiewerte mit Gewinnen

Infineon legten um 6,33 % auf 49,23 Euro zu. Siemens zogen um 4,68 % auf 125,62 Euro an. Das Papier des Herstellers elektronischer Bauelemente Epcos verteuerte sich um 4,06 % auf 67,99 Euro. SAP verbesserten sich um 3,99 % auf 144,75 Euro.

Nach der Einigung der Gewerkschaften mit der Deutschen Flugsicherung über bessere Arbeitsbedingungen für die Fluglotsen hat die Aktie der Lufthansa wieder etwas an Fahrt gewonnen. Weil kein streikbedingter Ausfall von Flügen droht, zog der Kurs um 2,04 % auf 21,03 Euro an.

Die Aktie habe sich in der Vergangenheit wegen der drohenden Streiks der Piloten und der Fluglotsen deutlich schlechter als der Markt entwickelt, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. In einem sich aufhellenden Umfeld lege das Papier nun wieder zu, nachdem kein Streik der Lotsen mehr drohe. Anscheinend ohne Bedeutung seien für den Markt die Probleme des Star-Alliance-Partners Ansett geblieben, sagte er: "Negative Nachrichten werden nicht mehr so ausgeschlachtet wie in den vergangenen Wochen." Wegen Sicherheitsmängeln erhielten die Ansett-Maschinen Startverbot; der Gesellschaft droht zudem der Lizenzentzug.

Auch der Titel der Deutschen Bank zog um 1,81 % auf 87,91 Euro an. Die Aktien der US-Investmentbanken konnten bereits in den vergangenen Tagen zulegen, sagte ein Händler. "Die Aktie profitiert zudem von steigenden Kursen bei den Technologiewerten", erklärte er weiter. Denn die Einkünfte des Branchenprimus hingen auch von der Zahl der Neuemissionen ab. Diese lägen in dem laufenden Jahr weit unter denen des Vorjahres.

Der Euro zeigte sich im Frankfurter Devisenhandel gut behauptet und wurde mit 0,8810 $ gehandelt. Der $ kostete damit 2,2191 DM.

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