Lufthansa notiert fest
Dax-Gewinne schmelzen dahin

Nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten zur Industrieproduktion sowie zur Kapazitätsauslastung und dem Schwenk ins Minus bei den US-Indizes nach fester Eröffnung schmelzen die Gewinne beim DAX am Nachmittag dahin.

HB FRANKFURT. Der Index liegt mittlerweile im Minus: Gegen 16.55 Uhr steht bei 3293 Punkte - ein Minus von 0,6 Prozent.

"Die Konjunktursorgen haben wieder zugenommen", sagt eine Händlerin. Zudem flaue die Euphorie nach der Ankündigung des Irak, erneut Waffeninspektoren ins Land zu lassen, wieder ab. "Das heißt noch nicht, dass ein Irak-Krieg jetzt von der Agenda verschwunden ist", sagt sie. Diese Unsicherheit sei für die Stimmungsverschlechterung verantwortlich.

Der sofortige Wegfall des "Kriegsaufschlages" beim Rohöl-Future sorgte für kräftige Kursgewinne für die Deutschen Lufthansa: die Aktie war mit 2,71 Prozent bei 10,39 Euro die stärkste im Dax. Aktien von Fluggesellschaften waren in ganz Europa stark gefragt, ebenso wie verwandte Branchen. Die vom Luftverkehr stark abhängige Touristikaktie TUI gewann im Dax 1,69 Prozent auf 19,21 Euro hinzu.

SAP steht vor Vertragsabschluss mit Lufthansa

Softwarewert SAP erwies sich ebenfalls als gesucht und zog um 3,78 Prozent auf 61,71 Euro an, musste die Gewinne aber wieder abgeben und notiert derzeit mit einem leichten Minus bei 58 Euro. SAP steht nach einem Pressebericht kurz vor dem Abschluss eines Vertrages mit der Lufthansa zur Vernetzung von 90 000 Arbeitsplätzen.

Mobilcom-Aktie geht die Puste aus

Dem Kurs der Mobilcom-Aktie ist am Neuen Markt nach dem spektakulären Anstieg vom Montag vorerst die Puste ausgegangen. Zuletzt war das Papier um 16,56 Prozent im Minus bei 2,72 Euro und verlor damit gegen den Handelstrend. Der Kurs befinde sich auch nach der Finanzspritze in der Hand spekulativer Anleger und sei daher kaum noch kalkulierbar, sagten Händler.

Am Rentenmarkt sank der Rex um 0,03 Prozent auf 115,88 Punkte. Der Bund-Future fiel um 0,4 Prozent auf 111,49 Punkte. Die Umlaufrendite wurde bei 4,21 (Montag: 4,22) Prozent festgestellt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro bei 0,9649 (Montag: 0,9683) Dollar fest. Der Dollar war damit 1,0366 Euro wert.

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