Lufthansa reagiert auf Steuerpläne
„Miles & More“ fliegt womöglich ins Ausland

Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, hat in Reaktion auf die Steuerpläne der Bundesregierung erneut betont, das Unternehmen erwäge die Verlagerung ihres "Miles&More"-Programms ins Ausland.

vwd FRANKFURT. Der Referentenentwurf der Regierung sieht eine Erhöhung des pauschalen Steuersatzes, den Lufthansa bei ihrem Vielfliegerprogramm für ihre Kunden entrichtet, auf 15 Prozent von derzeit zwei Prozent vor. Die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen bedeuteten für Lufthansa eine weitere Verschärfung des bereits bestehenden Wettbewerbsnachteils, erklärte eine Lufthansa-Sprecherin.

Als einzige Fluggesellschaft in Deutschland übernehme Lufthansa für ihre Kunden diese Steuer und führe diese direkt an den Fiskus ab. "Wir hoffen, dass wir im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens Gelegenheit haben werden, unsere Argumente gegen diese Pläne vorzubringen und mit den entsprechenden Stellen zu diskutieren", sagte die Sprecherin weiter.

Bei einer weiteren Benachteiligung der Lufthansa im internationalen Wettbewerb werde sich das Unternehmen entsprechende Maßnahmen vorbehalten. Dabei werde beispielsweise an die Verlagerung des "Miles&More"-Programms ins Ausland gedacht. Die freiwillige Übernahme der Pauschalsteuer würde damit in Zukunft entfallen.

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