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Lufthansa schafft 2004 ein Viertel des geplanten Kostenprogramms

Die Deutsche Lufthansa wird in diesem Jahr ein Viertel des bis 2006 geplanten Kostensenkungsprogramms umsetzen können. "Von den insgesamt geplanten 1,2 Mrd. Euro Kosten, die wir reduzieren wollen, werden wir in diesem Jahr 320 Mill. Euro erreichen", sagte Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber der Touristik-Fachzeitschrift "FVW-International". "Aber leider bekommen wir Gegenwind durch die hohen Treibstoffpreise", ergänzte Mayrhuber.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Lufthansa wird in diesem Jahr ein Viertel des bis 2006 geplanten Kostensenkungsprogramms umsetzen können. "Von den insgesamt geplanten 1,2 Mrd. Euro Kosten, die wir reduzieren wollen, werden wir in diesem Jahr 320 Mill. Euro erreichen", sagte Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber der Touristik-Fachzeitschrift "FVW-International". "Aber leider bekommen wir Gegenwind durch die hohen Treibstoffpreise", ergänzte Mayrhuber.

Die Lufthansa hatte mehrere Maßnahmen zusammengebündelt, um das jährliche Ergebnis bis 2006 nachhaltig um 1,2 Mrd. Euro zu verbessern. Dazu sollen Lieferanten und Mitarbeiter beitragen, zudem sollen Abläufe gestrafft und die Rahmenbedingungen am Standort Deutschland verbessert werden, wie es im Geschäftsbericht für 2003 hieß.

Zum Umbruch der Luftfahrt-Branche in Europa sagte Mayrhuber: "An Alitalia sieht man, dass es mehrerer Eruptionen bedarf, bevor ein Vulkan erlischt. Dort wird eine Menge Geld verbrannt." Die Sanduhr der Konsolidierung laufe inzwischen schneller. "Der hohe Kerosinpreis trennt die Spreu vom Weizen. Einige Fluggesellschaften können sich nicht einmal mehr die Kerosinabsicherung leisten." Auch bei der Lufthansa werde der hohe Ölpreis die Kosten nach oben treiben, auf Grund der Absicherungspolitik an den Finanzmärkten allerdings nicht so stark wie bei den Wettbewerbern.

Zu der Diskussion um mögliche Übernahmen sagte der Chef der größten deutschen Fluggesellschaft: "Durch Partnerschaften können wir meist 80 Prozent der Vorteile erzielen. Die Frage ist: Reichen 80 Prozent auf Dauer aus?" Unter bestimmten Umständen sei er zu einem Kauf bereit.

Die Lufthansa hatte der angeschlagenen Gesellschaft Swiss ein Übernahme-Angebot unterbreitet, das aber abgelehnt worden war. Zudem war in den vergangenen Monaten wiederholt über einen Einstieg der Lufthansa bei der Alitalia spekuliert worden, was allerdings in Unternehmenskreisen als abwegig bezeichnet worden war.

Nach Einschätzung von Mayrhuber nähert sich die Lufthansa bei einigen Ticketpreisen dem Angebot der Billig-Airlines an. "Zum ersten Mal konkurrieren die No Frills Airlines (englisch: Gesellschaften ohne 'Schnickschnack') ... mit uns direkt. Das sind sie nicht gewohnt." Die Verbraucher würden jetzt lernen, dass man den gleichen Preis bei Lufthansa bekomme wie bei den Billigfliegern, "aber man fliegt trotzdem Lufthansa - mit dem gelebten Qualitäts- und Sicherheitsanspruch."

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