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Lufthansa senkt Gebührenzahlungen an Flughafen Dortmund

Die Lufthansa will ihre Gebührenzahlungen an den Dortmunder Flughafen senken. Die Fluglinie werde ab sofort fünf Euro pro Passagier an den Flughafen entrichten und außerdem die Zahl der Flüge von Dortmund aus verringern, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch in Düsseldorf. Das Unternehmen wolle so viel zahlen wie andere, die in Dortmund starten. Lufthansa zahle jetzt genauso viel wie der britische Billig-Flieger Easyjet . Der Flughafen Dortmund hatte Anfang Juli ein Rabattsystem für seine Gebührenordnung eingeführt.

dpa-afx DORTMUND/DÜSSELDORF. Die Lufthansa will ihre Gebührenzahlungen an den Dortmunder Flughafen senken. Die Fluglinie werde ab sofort fünf Euro pro Passagier an den Flughafen entrichten und außerdem die Zahl der Flüge von Dortmund aus verringern, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch in Düsseldorf. Das Unternehmen wolle so viel zahlen wie andere, die in Dortmund starten. Lufthansa zahle jetzt genauso viel wie der britische Billig-Flieger Easyjet . Der Flughafen Dortmund hatte Anfang Juli ein Rabattsystem für seine Gebührenordnung eingeführt.

Der Flughafen habe mit allen Fluglinien laufende Verträge, die nicht einfach eigenmächtig geändert werden könnten, sagte Flughafen- Sprecher Oliver Kurtz. "Und wir glauben, dass alle Vertragspartner diese auch erfüllen werden." Kurtz kündigte an, Verhandlungen mit der Lufthansa aufnehmen zu wollen. "Wir haben offensichtlich Gesprächsbedarf, aber ich denke, wir werden hier eine Lösung finden."

Gebühr DER Lufthansa ' IM Bereich VON 15 BIS 20 Euro'

Einen Gesprächstermin mit Air Berlin gebe es bereits. Auch diese Fluglinie hatte angekündigt, seine Gebührenzahlungen an der Dortmunder Flughafen zu prüfen. Air Berlin zahlt bislang 15 ? pro Passagier. Auch die Gebühr für die Lufthansa liege "im Bereich von 15 bis 20 ?", sagte ein Lufthansa-Sprecher. "Es geht uns nicht darum 100 000 oder 200 000 ? zu sparen, sondern wir wollen eine Gleichbehandlung aller Fluggesellschaften erreichen", sagte der Lufthansa-Sprecher.

Die Lufthansa warf dem Flughafen am Mittwoch vor, mit "Dumpingpreisen" Billig-Airlines wie Easyjet anzuwerben und dafür seine Gebührenordnung geändert zu haben. Flughafensprecher Kurtz wies den Vorwurf zurück. "Wir haben nicht die Gebührenordnung geändert, sondern ein Förderprogramm gegründet, an dem sich jeder, auch die Lufthansa, beteiligen kann." Das Programm sehe vor, dass Fluglinien nur auf bestimmten Strecken weniger Gebühren zahlen, wenn sie entweder eine neue Flugstrecke installieren würden, oder auf einer bestehenden die Zahl der Flüge erhöhe. "Easyjet war nur der erste Vertragspartner, den wir mit diesem Programm gewinnen konnten."

Die Verringerung der Flüge von Dortmund nannte Kurtz "bedauerlich", aber das sei eine Entscheidung der Lufthansa. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben in Zukunft vier statt fünf Mal täglich in Dortmund starten. So solle die Auslastung der einzelnen Flüge verbessert werden.

Die Lufthansa will zudem ihren besten Kunden künftig einen besonders komfortablen Service bieten. Passagiere der ersten Klasse und ausgesuchte Vielflieger sollen in einem eigens für sie gebauten Terminal einchecken und ihr Gepäck aufgeben können, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwochausgabe). Anschließend werden sie den Angaben zufolge in einem Porsche Cayenne oder in einer Mercedes-Benz S-Klasse direkt über das Vorfeld an das Flugzeug gefahren. Das Angebot gelte von Dezember an am Flughafen Frankfurt am Main und von Sommer 2005 an in München. Die Lufthansa habe den Plan bestätigt, nehme zu Details aber noch keine Stellung, berichtet die Zeitung weiter.

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