Lufthansa steigt
Dax richtungslos

Deutliche Kursgewinne bei den Aktien der Deutschen Lufthansa ragten am Freitag in einem ansonsten umsatzschwachen und richtunglosen Geschäft am deutschen Aktienmarkt hervor. Die Kranich-Aktie verbuchte trotz des Piloten-Streiks am Mittag einen Wertzuwachs von knapp fünf Prozent.

rtr FRANKFURT. Insgesamt würden sich Investoren jedoch im Vorfeld der Veröffentlichung neuer US-Konjunkturdaten zurückhalten, sagte ein Frankfurter Händler mit Blick auf die geringen Umsätze. "Der Markt wartet auf richtungsweisende Impulse und vorher geht keiner Engagements ein." Am Mittag notierte der Deutsche Aktienindex (Dax) nahezu unverändert zu seinem Vortagesschluss bei 6 085 Punkten.

Die Anteilsscheine der Deutschen Lufthansa lagen am Mittag 4,7 % im Plus bei 21,69 Euro. Der Markt gehe davon aus, dass das Unternehmen und die Piloten bei den Gehaltsverhandlungen in Kürze einen Kompromiss finden würden, begründete Jason Forde, Fondsmanger bei Maintrust, den positiven Kursverlauf trotz des Streiks am Vormittag. "Es könnte sein, dass man sich nun in der Mitte trifft." Zudem befinde sich das Unternehmen auf Grund des schlechten Quartalsergebnisses in einer guten Verhandlungsposition, um nicht vollkommen auf die Forderungen der Flugzeugführer eingehen zu müssen, fügte Forde hinzu. Der zwölfstündige Streik der Lufthansa-Piloten am Freitag hat das Unternehmen nach Einschätzung von Analysten mehr als zehn Mill. Euro gekostet.

Kurseinbußen verbuchten indes die Aktien von Thyssen-Krupp , die um 2,4 % auf 16,93 Euro fielen. Die Investmentbank UBS Warburg hatte zuvor im Rahmen einer Herabstufung einiger europäischer Stahlkonzerne ihre Bewertung für die Aktien von Thyssen-Krupp gesenkt.

Ansonsten präsentierten sich die Standardwerte ohne klaren Trend, wobei sich der Markt Händlern zufolge weitere Impulse von den am Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktdaten erhoffe. "Die Zahlen werden einen Hinweis darauf geben, wie es um die US-Wirtschaft bestellt ist", sagte ein Händler. Seinen Angaben zufolge würden derzeit Indikatoren, die auf eine Erholung der Konjunktur hinwiesen, eine größere Rolle für das Marktgeschehen spielen als Zinssenkungsfantasien. Am Vortag veröffentlichte negative US-Konjunkturdaten hatten bereits die deutschen sowie auch die US-Aktienmärkte belastet. Gegen 14.30 Uhr (MESZ) werden Zahlen zur US-Arbeitslosenrate sowie zu den Stundenlöhnen im April erwartet.

Die für den US-Börsenauftakt am Freitag maßgeblichen Futures deuteten auf einen leichteren Start hin. Am Vortag hatten die New Yorker Aktienmärkte bereits mit Verlusten geschlossen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%