Lufthansa und Autotitel unter Druck
Dax dreht ins Plus

Die deutschen Aktien haben sich zum Wochenende freundlich präsentiert. Der Leitindex Dax notierte zum Freitagnachmittag ein Plus von 0,70 % auf 6166 Zähler. Am Neuen Markt legte der Nemax 50 um 0,18 % auf 1817 Punkte zu. Auch der MDax der 70 Mittelwerte gewann 0,49 % auf 4588 Punkte.

dpa FRANKFURT/MAIN. Nachdem die deutschen Aktien den Vormittagshandel überwiegend im Minus verbracht hatten, drehten sie nach der Veröffentlichung von US- Konjunkturzahlen in die Gewinnzone. Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im ersten Quartal 2001 um zwei Prozent auf Jahresbasis und damit stärker als erwartet.

Die Lufthansa-Aktie fiel nach Bekanntgabe des dramatischen Gewinneinbruchs im ersten Quartal 2001 um 2,55 % auf 20,62 ?. «Der Gewinnsturz von 99 Mill. ? letztes Jahr auf nur fünf Mill. heute ist sehr hart», sagte Analyst Uwe Weinreich von der Bankgesellschaft Berlin.

Autowerte im Rückwartsgang

Die im Dax notierten Autowerte legten am Freitagnachmittag allesamt den Rückwärtsgang ein, nachdem sich die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs pessimistisch über die Zukunft der US- Automobilbranche geäußert hatte. Am deutlichsten verloren BMW - Papiere. Sie fielen um 2,36 % auf 37,00 ?. Daimler-Chrysler verloren 0,65 % auf 55,02 ?.

Auch Bayer litten unter schlechten Quartalszahlen. Die Anteilsscheine sanken um 2,73 % auf 48,04 ? und waren damit im Mittagshandel der schwächste Wert im DAX.

Siemens verloren 1,57 % auf 119,20 ?. Sie verbilligten sich, nachdem die Investmentbanken Lehman Brothers und Salomon Smith Barney die Aktie herabgestuft hatten. Händlern sagten, der Wert könnte sogar bis auf 100 ? fallen.

Die Aktie von adidas-Salomon setzte ihren Aufwärtstrend vom Vortag fort. Wenige Tage vor der Veröffentlichung neuer Quartalszahlen führte der Titel zeitweise die Liste der Dax-Gewinner an. Gegen Mittag wurde der Wert jedoch von anderen Werten überholt und notierte um 15.00 Uhr bei 68,90 ? um 2,00 % im Plus.

Der Rentenindex REX sank um 0,43 % auf 112,06 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,46 % auf 107,36 Zähler. Der Euro legte zu. Im Devisenhandel wurde die Gemeinschaftwährung wurde bei 0,9009 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,9023 (Donnerstag: 0,9013) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,1676 (2,1700) DM. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 4,86 % (4,90) fest.

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