Lufthansa und Daimler im Fokus
Dax und Nemax fest erwartet

Die deutschen Aktienmärkte werden nach Einschätzung von Händlern am Donnerstag wegen der zuletzt guten Entwicklung der US-Leitbörsen freundlich in den Handel starten. Im Blickpunkt dürften jedoch die vermutlich schwächeren Papiere der Lufthansa und DaimlerChrysler stehen.

rtr FRANKFURT. Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung verschiedener Handelshäuser zwischen 4942 und 4951 Punkten in den Handel starten. Am Mittwoch hatte das wichtigste deutsche Kursbarometer wegen besser als erwartet ausgefallener Konjunkturdaten in den USA und Deutschland rund ein Prozent gewonnen und bei 4935 Punkten geschlossen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex Nemax50 am Vortag rund ein Prozent nachgegeben hatte, wird Händlern zufolge knapp ein Prozent fester in die Sitzung starten.

Die US-Märkte hatten am Vortag fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte 1,28 % und die Technologiebörse Nasdaq 1,36 % zugelegt. Im Mittelpunkt des Handels könnten die Papiere von DaimlerChrysler stehen, sagten Börsianer. Der kanadische Verkehrstechnikkonzern Bombardier will den Automobilbauer Daimler wegen Vertragsverletzung auf Schadenersatz in Höhe von rund einer Milliarde Euro verklagen. "Diese Geschichte ist nicht so neu", sagte ein Händler. Dennoch könne sie Druck auf die Aktie ausüben.

Auch Lufthansa-Titel könnten im Fokus stehen. Die Lufthansa hat nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vor einer Einstellung des Flugbetriebs gewarnt, falls keine Ersatzregelung für die in sieben Wochen auslaufende Staatsgarantie für die Folgen von Anschlägen getroffen wird. "Ich glaube aber nicht, dass die Staatsgarantien nicht verlängert werden", sagte ein Börsianer. Es könne bei der Aktie jedoch zu einigen Gewinnmitnahmen kommen. Lufthansa-Anteile hatten am Mittwoch rund fünf Prozent zugelegt.

Der im MDax gelistete Sportartikelhersteller Puma hat im vergangenen Jahr Ergebnis und Umsatz eigenen Angaben zufolge auf Rekordniveau gesteigert und die Erwartungen von Analysten deutlich übertroffen.

Der Spezialchemie- und Pharmakonzern Merck hat im vierten Quartal 2001 operativ deutlich weniger verdient als im Vorjahr und die Analystenprognosen verfehlt. Für 2002 sei nunmehr mit einem einstelligen prozentualen Umsatzwachstum zu rechnen. Das operative Ergebnis werde unter dem Niveau von 2001 liegen.

Nach einer Entscheidung vom Vorabend wird die Deutsche Börse mit Wirkung zum 18. März insgesamt sechs Positionen in den Indizes Mdax und Nemax50 austauschen. In den MDax rücken DIS, Gerry Weber und die Indus Holding auf. Dafür werden nach Börsenangaben Baader, die Depfa und Deutz Platz machen müssen. In den Nemax50 steigen Nordex, FJA und Funkwerk auf, während Carrier 1, Heyde und Primacom herausfallen.

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