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Lufthansa verkehrt weitgehend nach Plan

Der Flugbetrieb der Lufthansa ist am Freitag nach dem Streik am Vortag nach Angaben einer Unternehmens-Sprecherin wieder einigermaßen normal angelaufen.

rtr BERLIN. Die Sprecherin konnte allerdings am Morgen nicht sagen, wieviele Flüge bis 07.30 Uhr ausgefallen oder verspätet waren. "Wir rechnen mit einigen Verspätungen und auch einigen kompletten Ausfällen im Laufe des Tages", sagte sie. Zu den Angaben der Piloten Cockpit-Vereinigung (VC), es gebe einen neuen Verhandlungstermin, sagte sie: "Dies kommentieren wir nicht, Lufthansa ist aber an einer zügigen Fortsetzung der Verhandlungen interessiert." Auch VC hatte am Abend Zeit und Ort für die Fortsetzung der Tarifverhandlungen nicht genannt.

Am Freitag um 00.00 Uhr hatten die Piloten ihren zweiten 24-stündigen Streiktag beendet. Bei dem zweiten ganztägigen Ausstand binnen acht Tagen waren nach Firmenangaben bis zum Donnerstagabend 660 der für den Tag geplanten rund 1100 Flüge ausgefallen. Die Lufthansa hatte wieder Piloten aus dem Management eingesetzt, um vor allem im Langstreckenverkehr so viele Flüge wie möglich sicher zu stellen. Im Inlandsverkehr richtete der Konzern Pendelflüge von Frankfurt nach Berlin, Hamburg und München ein. Der Ferienflieger Condor hatte 13 von 70 Flügen auf Mittwochabend vorgezogen und 2500 Fluggäste vorab in die Flughäfen bestellt. Acht weitere Flüge wurden auf Freitagmorgen verlegt.

An den Flughäfen blieb wie schon bei den vorherigen Streiks das vielfach vorhergesagte Chaos aus. Viele Fluggäste stiegen offenbar auf andere Verkehrsmittel um. Im Flughafen versorgten Lufthansa-Mitarbeiter Passagiere mit Kaffee und einem Imbiss.

Die Verhandlungen zwischen Lufthansa und Cockpit waren am Mittwoch abgebrochen worden, nachdem die Piloten ein neues Angebot der Arbeitgeber abgelehnt hatten. Cockpit verlangte zuletzt noch lineare Gehaltszuwächse um 24 % sowie eine Gewinnbeteiligung bei zwölf Monaten Laufzeit nach anfänglichen 35 %. Die Lufthansa hatte für dieses Jahr 10,6 % plus Gewinnbeteiligung, für die folgenden drei Jahre Anpassungen im Rahmen der anderen Tarifabschlüsse sowie strukturelle Verbesserungen um drei Prozent geboten.

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