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Lufthansa verschiebt geplantes Gebührenmodell für Flugtickets

Die Deutsche Lufthansa will das bei den deutschen Reisebüros umstrittene neue Provisionsmodell nach eigenen Angaben erst 2003 und damit ein Jahr später als geplant einführen.

Reuters HANNOVER/FRANKFURT. "Die Änderungskündigungen werden ausgesetzt. Wir machen aber keine Rückzieher, sondern passen uns dem Markt an", sagte der Vertriebsvorstand der von Lufthansa Passage, Thierry Antinori, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Lufthansa wolle keine Konfrontation mit den knapp 5000 Reisebüros und Verkaufsstellen in Deutschland.

"Der Markt in Deutschland ist offensichtlich noch nicht reif und braucht mehr Zeit für die Einführung eines neuen Systems", sagte Antinori weiter. Lufthansa brauche aber motivierte Reisebüros und wolle weiterhin eine faire Vergütung für den Verkauf von Tickets zahlen. Eine Erhöhung der Provisionen werde es allerdings nicht geben.

Die Reisebüros hatten der Lufthansa vorgeworfen, sie wolle zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre die Provisionen für die Reisebüros kürzen und der Fluggesellschaft mit einem Boykott gedroht. Die Lufthansa werde ihr bisheriges Gebührensystem verändern und EU-konform gestalten, sagte Antinori. Einzelheiten wolle er am am Dienstag den Reisebüros auf einer Tagung in Frankfurt mitteilen, sagte Antinori. Die Verschiebung des neuen Gebührenmodells werde die wirtschaftlichen Pläne der Lufthansa für 2002 nicht gefährden.

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