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Lufthansa will Luftfahrtkrise nutzen - Neue Angebote für Luxus-Gäste

Die Deutsche Lufthansa will gegen den Trend wachsen und vor allem der kränkelnden Alitalia Kunden abnehmen. Außerdem plant die größte deutsche Fluggesellschaft neue Angebote für Luxus-Fluggäste. "Wir wollen uns im exklusiven Segment noch weiter absetzen", sagte Chef Wolfgang Mayrhuber dem am Freitag erscheinenden "manager magazin".

dpa-afx HAMBURG. Die Deutsche Lufthansa will gegen den Trend wachsen und vor allem der kränkelnden Alitalia Kunden abnehmen. Außerdem plant die größte deutsche Fluggesellschaft neue Angebote für Luxus-Fluggäste. "Wir wollen uns im exklusiven Segment noch weiter absetzen", sagte Chef Wolfgang Mayrhuber dem am Freitag erscheinenden "manager magazin".

Die Schwäche zahlreicher ausländischer Fluggesellschaften wolle die Lufthansa nutzen, um Marktanteile zu gewinnen. Dies gelte insbesondere für die krisengeschüttelte Alitalia. "Wir setzen mehr Flugzeuge nach Italien ein, vor allem mit unserer Tochter Air Dolomiti." Die zusätzlichen Jets brächten die italienischen Gäste vor allem zum Drehkreuz München, wo sie dann ins Langstreckennetz der Lufthansa umstiegen.

Eine Übernahme der angeschlagenen Schweizer Fluggesellschaft Swiss kommt laut Mayrhuber derzeit nicht in Frage. "Die Swiss will ja nicht, also ist es für uns uninteressant", sagte der Vorstandschef. "Es gilt weiterhin: Die Tür zwischen uns ist zu, aber nicht abgeschlossen."

Fusion Nicht UM Jeden Preis

Nach Ansicht Mayrhubers werden nach Ende der fortdauernden Branchenkonsolidierung "maximal drei Allianzsysteme" bestehen blieben. Einer Fusion wie der zwischen Air France und KLM steht der Konzernchef grundsätzlich nicht ablehnend gegenüber. "Wir haben nie gesagt: Wir sind gegen Übernahmen und Fusionen. Wir sind überhaupt nicht dogmatisch. Wenn die Kulturen passen und die gleichen Strategien und Visionen verfolgt werde - warum nicht?" Wenn allerdings 80 % der Vorteile einer Fusion auch über eine Allianzpartnerschaft zu erreichen seien, dann bestehe kein Zwang zu fusionieren.

Der Manager bekräftigte zudem, die Lufthansa wolle sich vor allem als Qualitätsanbieter profilieren. Es gebe daher Überlegungen, die Angebote im Business-Class erweitern.

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