Luftschiffbauer nicht förderungsfähig
Bund dementiert Verhandlungen mit Cargolifter

Das Bundeswirtschaftsministerium führt auch nach der Erklärung der Zahlungsunfähigkeit des Luftschiffbauers Cargolifter AG keine Verhandlungen mit dem Unternehmen. "Es gibt derzeit keine Gespräche", sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Mittwoch in Berlin.

Reuters BERLIN. Das Ministerium sei schon vor Wochen zu der Auffassung gekommen, dass Cargolifter nicht förderungsfähig sei. "Daran hat sich nichts geändert." Die technischen, ökonomischen und wirtschaftlichen Voraussetzung für eine Förderung des Projektes seien nicht gegeben. Dies sei aber die Grundvoraussetzung dafür, dass Gelder fließen könnten.

Die Sprecherin bedauerte, dass Cargolifter sich nicht mehr in der Lage sehe, alle fälligen Zahlungen zu begleichen. Es sei aber Aufgabe des Unternehmens, seine Wirtschaftlichkeit sicher zu stellen. Eine Sprecherin von Cargolifter hatte zuvor bekräftigt, dass das Unternehmen weiterhin Gespräche über eine achtzigprozentige Ausfallbürgschaft der öffentlichen Hand führe. Details der Gespräche wollte sie jedoch nicht nennen. Bis zum frühen Nachmittag war nach Angaben des zuständigen Insolvenzgerichts in Berlin noch kein Insolvenzantrag des Unternehmens eingegangen. Die Cargolifter-Sprecherin hatte zuvor darauf verwiesen, dass es für einen solchen Schritt nach den gesetzlichen Fristen noch drei Wochen Zeit gebe.

Das Unternehmen hatte seine Zahlungsunfähigkeit am Dienstag erklärt. Das Papier war daraufhin bis zum Börsenschluss vom Handel ausgesetzt worden. Am Mittwoch war die Cargolifter-Aktie zunächst um rund 36 Prozent auf 0,65 Cent eingebrochen. Am frühen Nachmittag notierte der Wert bei 0,85 Cent. Beim Börsengang vor zwei Jahren hatte der Kurs bei 15 Euro gelegen.

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