Luftschiffbauer weitet Verlust im Gesamtgeschäftsjahr aus
Cargolifter will Liquidität bis zum Sommer 2002 sichern

Der Vorstand der Cargolifter AG hat beschlossen, sich über eine Kapitalerhöhung an der Börse frisches Geld zu beschaffen. Für den Bau von Zeppelinen hofft das brandenburgische Unternehmen auf Gelder von rund 37 Mill. Euro, die eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht einspielen soll.

va BERLIN. Der Bezugspreis beträgt 5,50 Euro. Damit, sagte Finanzvorstand Karl Bangert dem Handelsblatt, solle die Liquidität im Frühjahr 2002 gesichert sein. Bisher reichen die Mittel des Luftschiffbauers, der 2002/2003 mit ersten Umsätzen rechnet, bis zum Jahresende. Bei dem von Bangert auf rund 8 Mill. Euro bezifferten Barmittelverbrauch pro Monat könnte die Kapitalerhöhung die Liquidität vier weitere Monate sichern.

Im Ende August abgelaufenen Geschäftsjahr summierten sich die Verluste des Unternehmens nach vorläufigen Zahlen auf 96,4 Mill. Euro. Der Anstieg der Schulden sei wegen verschobener Investitionen geringer als erwartet ausgefallen, so Bangert. Im Vorjahr hatte Cargolifter 67,9 Mill. Euro minus gemacht. Insgesamt addieren sich die Verluste des Unternehmens seit seiner Gründung auf nunmehr 205 Mill. Euro.

Angesichts der anhaltenden Börsenflaute hofft Cargolifter, sich neues Geld auch über einen Einstieg von Investoren beschaffen zu können. Noch immer ist jedoch nur von "sondierenden Gesprächen mit mehreren Interessenten" die Rede. Wohl auch darum plant man, die 1998 genehmigte öffentliche Bürgschaft in Höhe von 35 Mill. Euro auszuschöpfen. Möglich seien weitere Kredite auf Basis staatlicher Unterstützung und weitere Kapitalerhöhungen. Der Kurs der im M-Dax notierten Firma fiel gestern leicht unter 7 Euro, und liegt damit weit unter dem Ausgabepreis von 15 Euro.

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