Lungenkrebs durch Dieselabgase
Greenpeace will Automobilindustrie verklagen

Die Umweltschutzorganisation fordert einen besseren Schutz vor Lungenkrebs durch Dieselabgase. Greenpeace hat auch eine Untätigkeitsklage gegen das Kraftfahrt-Bundesamt eingereicht.

vwd HAMBURG. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat beim Verwaltungsgericht Schleswig eine Untätigkeitsklage gegen das Kraftfahrt-Bundesamt eingereicht. Zudem sei bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Hamburg Strafanzeige gegen die führenden deutschen Automobilkonzerne gestellt worden, teilte Greenpeace mit. Zur Begründung hieß es, dass man einen einen größeren Schutz vor Lungenkrebs durch Dieselabgase erreichen wolle. Laut Greenpeace sterben allein in Deutschland jährlich rund 8 000 Menschen an Formen des Lungenkrebses, der überwiegend durch die Partikel von Dieselabgasen ausgelöst wurde.

Ein Greenpeace-Sprecher nannte es "kriminell", dass die Automobilindustrie die Dieselfahrzeuge nicht mit der längst vorhandenen Technik ausrüste, die die Abgase reinigt. Das KBA solle durch die juristischen Schritte gezwungen werden, künftig nur noch Diesel-Fahrzeugen eine allgemeine Betriebserlaubnis zu erteilen, deren Abgase durch eine wirksame Technik gereinigt werden. Greenpeace prüfe auch die Möglichkeit einer Sammelklage auf der Basis US-amerikanischen Rechts gegen GM und Ford, hieß es.

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