Lustloser Handel
Dauerverlierer Bayer und T-Aktie belasten Dax

Ein ruhiges Geschäft bei sehr geringen Umsätzen prägte größtenteils das Geschehen an den deutschen Aktienmärkten.

ut FRANKFURT/M. "Wir plätschern wieder lustlos vor uns hin," meint ein Marktteilnehmer. Bewegung kam nur nach der Veröffentlichung der US-Daten zu Geschäftsumsätzen und Lagerbeständen in den Handel. Nach einem mittäglichen Ausflug in die Gewinnzone drehte der Deutsche Aktienindex (Dax) wieder ins Minus. Am Abend notierte das Kursbarometer mit 5 455 Punkten niedriger als am Vortag.

Große Verluste musste einmal mehr die Bayer-Aktie hinnehmen. Der Wirbel um das Cholesterin-Medikament Lipobay/Baycol drückt weiter den Kurs. Erste Klagen in den USA gegen den Chemie-Konzern belasten die Aktie, heißt es. Diese Verfahren dürften erst einmal größere Erholungen des Bayer-Kurses stoppen, denn der Ausgang sei einfach zu ungewiss.

Auch der Kurs der T-Aktie schwächelt weiter. Daran konnte auch ein "Offener Brief an die Aktionärinnen und Aktionäre" von Vorstandschef Ron Sommer nichts ändern, der veröffentlicht wurde. "Die Aktie hat zwar gegenwärtig an Wert verloren, jedoch nicht an Substanz", heißt es darin. Bei Börsianern erntete er mit dieser Aktion vor allem Kopfschütteln. "Vielleicht lassen sich davon Privatanleger beeinflussen, institutionelle Anleger und Fondsmanager bestimmt nicht", sagt der Händler. Unter Druck kam der Kurs am Mittwoch auch durch Spekulationen über höhere Verluste bei den US-Tochterunternehmen.

Unter den wenigen Gewinnern des Tages waren Adidas-Salomon ganz vorn zu finden. Damit nähert sich der Titel langsam wieder dem Jahreshöchststand, der bei 79 Euro liegt. Eine größere Kauforder habe den Kurs nach oben bewegt, heißt es. Die Sportartikelhersteller präsentierten sich gestern allgemein in guter Form. Auch der Kurs des im Nebenwerte-Index M-Dax notierten Adidas-Konkurrenten Puma wurde am Vormittag von einem größeren Käufer nach oben gezogen.

Bei den Standardwerten konnten noch Allianz und Münchener Rück zulegen. Vorweg genommene Zinsspekulationen könnten die beiden Finanztitel beflügelt haben, sagt ein Frankfurter Händler. Viele Marktteilnehmer rechneten mit einer weiteren Zinssenkung schon auf der nächsten Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche. Bei den Nebenwerten musste ProSieben-Sat1 deutliche Abschläge hinnehmen. Vorgestern hatte der Medienkonzern seine Gewinnerwartungen deutlich zurückgeschraubt. Die Nachwirkungen dieser Nachricht waren gestern noch deutlich zu spüren.

Positiv reagierte der Markt dagegen auf die aktuelle Gewinnentwicklung bei der Deutschen Börse. Diese lag über den Erwartungen. Der Kurs konnte zunächst zulegen, gab die Gewinne aber im Tagesverlauf zum großen Teil wieder abgeben.

Die Regionalbörsen präsentierten sich uneinheitlich. Berlin und Hannover tendierten überwiegend fester, Stuttgart und Bremen etwas leichter. In München und Düsseldorf veränderten sich die Kurse der Regionalwerte kaum.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%