Luxemburger sind noch breit aufgestellt
Arbed ist bei Anlegern wenig beliebt

Die vor 120 Jahren gegründete Aciéries réunies de Burbach-Eich-Dudelange (Arbed) galt lange Zeit als Wohlstandsbarometer des Großherzogtums Luxemburg.

ews DÜSSELDORF. Als Global Player ist die Gruppe in mehr als 60 Ländern vertreten und in Deutschland an der Stahlwerke Bremen GmbH und der Stahlwerke Thüringen GmbH beteiligt. Die Arbed S.A. hat im Geschäftsjahr 2000 bei einer Produktion von 23,7 Mill. t Rohstahl einen Umsatz von 13,2 Mrd. Euro mit 56 000 Mitarbeitern erzielt.

Auch Arbed hatte - wie der neue Partner Usinor - innerhalb der letzten fünf Jahre ein Verlustjahr zu verzeichnen: Für 1996 wurden rote Zahlen in Höhe von 30 Mill. Euro geschrieben. Dann stieg das Konzernergebnis auf 203 Mill. Euro in 1998 und fiel für 1999 wieder steil auf 72 Mill. Euro herab. Zahlen für 2000 liegen noch nicht vor, aber das Ergebnis dürfte wie bei den meisten europäischen Konzernen gut ausgefallen sein.

Noch ist der Staat Luxemburg der größte Einzelaktionär mit einem Anteil von 29,69 % am Grundkapital. Der Kooperationspartner Aceralia hält 9,38 %, die Societe Generale de Belgique 9,35 % und die Banque Generale du Luxembourg 4,35 %. Der Rest von 47,32 % ist breit gestreut, vor allem bei institutionellen Anlegern in Luxemburg und Belgien.

Anders als Usinor, das sich auf Flachstahl, also Bleche für Autos oder Maschinen, konzentriert, ist Arbed auch im Langstahlsektor - für die Bauwirtschaft oder Eisenbahnschienen - tätig. Unter den drei Partnern steht Arbed bei der Börsenbewertung am schlechtesten da: Usinor wird derzeit mit 3,5 Mrd. Euro, Aceralia mit 1,4 Mrd. und die Luxemburger lediglich mit 850 Mill. Euro bewertet. Für Investoren gilt Arbed als wenig interessant, weil die Analysten "strukturelle Probleme" sehen. Denn im umfangreichen Beteiligungs-Portfolio befindet sich Arbed in den meisten Fällen in einer Minderheitsposition. Abschreckend wirkt auch der hohe Verschuldungsgrad.

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