Machtdemonstration des FC Bayern in Bremen
Rangnicks Einstand auf Schalke geglückt

Schalke 04 hat im Revierderby den VfL Bochum 3:2 vom Platz geschickt. Im zweiten Sonntagsspiel in der Fußball-Bundesliga hat sich der VfB Stuttgart einen glücklichen Sieg bei Aufsteiger Arminia Bielefeld herausgespielt.

HB DÜSSELDORF. Der FC Bayern München hat in einem giftigen Fußball-Gipfel bei Meister Werder Bremen den Anspruch auf den erneuten Titelgewinn in der Bundesliga erhoben. "Wir haben uns mit dem Champions-League-Spiel gegen Ajax Amsterdam und in Bremen eindrucksvoll zurückgemeldet", meinte Bayern-Mittelfeldstar Michael Ballack nach der 2:1-Revanche. Nur als wichtige Etappe auf dem Weg zurück an die Spitze wertete Münchens Manager Uli Hoeneß den Erfolg: "Ich möchte noch zwei, drei Spiele abwarten, bis wir Tabellenführer sind. Erst dann ist die Wende wirklich geschafft."

Noch trennt das Starensemble von der Isar, das zuletzt am 24. Mai 2003 die Liga beim Gewinn des 18. Titels anführte, vier Punkte und zwei Plätze von Rang 1. Den hält weiter unerwartet der VfL Wolfsburg, dem mit einem 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach der sechste Sieg im siebten Spiel gelang. "Wir träumen schon vom Titel, wissen aber, dass wir nicht gut genug sind, um deutscher Meister zu werden", sagte der gut aufgelegte VfL-Trainer Erik Gerets. Verfolger Nummer eins bleibt der VfB Stuttgart. Die Schwaben konnten am Sonntag ihr Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld mit 2:0 gewinnen.

Nicht zu hoch wollte man die möglicherweise wegweisende Niederlage gegen die Münchner bei den Bremern hängen. "Natürlich dürfen wir nicht durchdrehen, wenn wir mal gegen die Bayern 1:2 verlieren", meinte Werders Sportdirektor Klaus Allofs, "aber wenn wir am Ende ganz oben dabei sein wollen, dann dürfen wir nicht mehr so oft zu Hause verlieren." Für Trainer Thomas Schaaf war ein Knackpunkt der Ausfall von Verteidiger Frank Fahrenhorst, den Ballack ("Es tut mir Leid") im Zweikampf das Nasenbein brach. Ungeahndet blieb der erneute Ausraster von Bayern-Torwart Oliver Kahn, der nach einem Luftduell Werder-Stürmer Miroslav Klose den Finger fast in die Nase bohrte.

Ralf Rangnick feierte eine gelungene Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne. Der FC Schalke 04 verspielte zwar beinahe einen Drei-Tore-Vorsprung, konnte im Ruhr-Derby den VfL Bochum am Sonntag aber mit 3:2 bezwingen und bescherte seinem neuen Coach einen Einstand nach Maß. Eine lange Nase machte Trainer Klaus Toppmöller vom Hamburger SV. Bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte zu Bayer Leverkusen, das er in der Saison 2001/2002 bis ins Champions-League-Finale führte, gab es eine 0:3-Klatsche. Dennoch übte HSV-Boss Bernd Hoffmann, wenn auch zähneknirschend, den Schulterschluss mit seinem ungeliebten Coach: "Es gibt eine klare Rückendeckung für den Trainer."

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