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Machtkampf bei mg technologies entschieden - Vorstandschef Stark geht

Der Machtkampf beim Maschinen- und Anlagenbauer mg technologies ist entschieden: Vorstandschef Udo Stark verlässt nach Querelen mit dem Großaktionär und Aufsichtsratsmitglied Otto Happel zum Monatsende den Konzern.

dpa-afx FRANKFURT. Der Machtkampf beim Maschinen- und Anlagenbauer mg technologies ist entschieden: Vorstandschef Udo Stark verlässt nach Querelen mit dem Großaktionär und Aufsichtsratsmitglied Otto Happel zum Monatsende den Konzern. "Im Rahmen einer einvernehmlichen Regelung mit dem Präsidium des Aufsichtsrats werde er zum 31. Oktober 2004 vorzeitig aus den Diensten der Gesellschaft ausscheiden", teilte mg am Donnerstag mit. Die Zustimmung des Aufsichtsrats auf einer Sondersitzung an diesem Montag (25.10.) gilt als sicher.

Damit hat Happel, der 20,7 Prozent der mg-Anteile hält, zum zweiten Mal die Abberufung eines Vorstandschefs erzwungen. Mitte 2003 hatte Stark-Vorgänger Kajo Neukirchen abtreten müssen. Als möglicher Kandidat für die jetzige Stark-Nachfolge wird nach Informationen der "Börsen-Zeitung" Vorstandsmitglied Jürg Oleas gehandelt. Stark hatte Happel vorgeworfen, sich zu sehr ins operative Tagesgeschäft einzumischen und dabei teilweise am Vorstand vorbei zu agieren. Mit dem Versuch, Happel aus dem Aufsichtsrat abberufen zu lassen, war Stark in der Aufsichtsratssitzung am 15. Oktober gescheitert.

Aktie MIT Kurssprung

Die Börse nahm die Lösung der Führungskrise positiv auf: Die im MDax notierte Aktie reagierte am Donnerstagnachmittag mit einem Kurssprung von knapp drei Prozent und gab dann ein wenig nach auf 9,36 Euro. "Der Kursanstieg ist eine Reaktion darauf, dass der Streit zwischen Otto Happel und Udo Stark damit beendet ist und die Auseinandersetzung den Kurs nicht langfristig belastet", sagte Analyst Erhard Schmitt von der Helabatrust.

Nach Informationen aus unternehmensnahen Kreisen in dieser Woche stand Stark mit seinem Protest gegen Happel nicht alleine. Mehr als die Hälfte der acht Bereichsleiter von mg technologies wollen wegen der unsicheren Zukunftsaussichten die Firma verlassen. Sie sollen bereits gekündigt oder dies angekündigt haben. Ob Vorstand Oleas tatsächlich Chancen auf den Chefposten hat, soll noch offen sein. Er soll wie alle übrigen Vorstamndsmitglieder den Widerstand Starks gegen Happel unterstützt haben./

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