Machtkampf in der FDP
Möllemann erneuert Versöhnungsangebot an Westerwelle

Der nordrhein-westfälische FDP-Landesvorsitzende Jürgen Möllemann hat sein Versöhnungsangebot an den FDP - Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle trotz dessen Ablehnung erneuert.

dpa BERLIN. In einem Interview der "Bild"-Zeitung (Freitag) sagte Möllemann: "Ich jedenfalls halte die Hand ausgestreckt. Westerwelle und Möllemann waren ein Dream-Team. Ich will, dass wir das wieder werden." Es sei "nicht der Stil von Guido Westerwelle, Gespräche abzulehnen".

In dem Interview ging Möllemann auch auf Gerüchte ein, er spiele mit dem Gedanken, eine neue Partei zu gründen. Dazu sagte er: "Das ist völliger Quatsch. Meine politische Heimat ist die FDP. Und ich will, dass sie es bleibt." Möllemann bedauerte erneut das von ihm zu verantwortende antiisraelische Flugblatt vor der Bundestagswahl. Dieses Flugblatt sei "überflüssig" gewesen.

Scharfe Kritik übte Möllemann an dem FDP-Ehrenvorsitzenden Otto Graf Lambsdorff, der öffentlich Zweifel an Möllemanns Geisteszustand geäußert hatte. Dieser sagte dazu: "Es ist ein schlimmer und in der Geschichte der FDP einmaliger Vorgang, dass ein Ehrenvorsitzender einen Landesvorsitzenden öffentlich in dieser Form verächtlich macht. Wenn Graf Lambsdorff in einem Rundfunk-Interview fragt, ob ich noch normal sei, dann richtet sich das Verhalten des Grafen von selbst. Dies ist eines Ehrenvorsitzenden nicht würdig.

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