Machtkampf zwischen Höhn und Künast
Maul- und Klauenseuche sorgt weiter für grün-grünen Streit

Nordrhein-Westfalens Agrarministerin Bärbel Höhn wies am Donnerstag den Vorwurf der Panikmache von Bundes- Verbraucherschutzministerin Renate Künast zurück.

dpa BERLIN. Die Maul- und Klauenseuche sorgt weiter für politischen Streit. Nordrhein-Westfalens Agrarministerin Bärbel Höhn (Grüne) wies am Donnerstag den Vorwurf der Panikmache von Bundes- Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) zurück. Deren Ministerium habe selber betont, es grenze an ein Wunder, dass die Seuche noch nicht in Deutschland sei, sagte Höhn in einem Fernsehinterview.

Mehrere Grünen-Politiker bestritten aber, dass es einen Machtkampf zwischen Höhn und Künast gebe. Ulrike Höfken, grüne Vorsitzende im Agrarausschuss des Bundestages, sagte der "Berliner Morgenpost" (Donnerstagausgabe), das falle in die Kategorie "Geplänkel zwischen Bund und Land".

Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf (Grüne), Vorsitzender des Agrarausschusses im Europäischen Parlament, betonte, die Kontroverse liege in der unklaren Impfregelung begründet. Jetzt sei eine überzeugende europäische Seuchenstrategie notwendig, sagte der Politiker dem Südwestrundfunk. Derzeit halte er Not- und Ringimpfungen für richtig. Eine flächendeckende vorbeugende Impfung lehnte er aber ebenso wie der bayerische Verbraucherschutzminister Eberhard Sinner (CSU) ab.

Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) wies Höhns Forderung nach schärferen Grenzkontrollen zum Schutz vor der Seuche zurück. Im ZDF-Morgenmagazin bezeichnete Schily die Kritik am Bundesgrenzschutz als unangebracht. Die Beamten seien rund um die Uhr im Einsatz.

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