Madrid schlägt Außenseiter aus Paraguay
Real holt Weltpokal: Ronaldos triumphale Rückkehr

Die Rückkehr an die Stätte seines größten Erfolges wurde für Ronaldo zum erneuten Triumphzug. Als überragender Spieler und Schütze des Führungstores war der brasilianische Weltmeister am Dienstag im International Stadium von Yokohama Wegbereiter des 2:0 (1:0)-Sieges von Real Madrid über Olimpia Asuncion, mit dem die "Königlichen" zum dritten Mal nach 1960 und 1998 den prestigeträchtigen Fußball-Weltpokal in ihren Besitz. brachten

HB/dpa YOKOHAMA. 69 000 Zuschauer spendeten Ronaldo, der in der 14. Minute den ersten Treffer für den Champions-League-Sieger erzielt hatte, bei seiner Auswechslung acht Minuten vor Schluss tosenden Applaus.

"Ich bin begeistert. Dieses Stadion hat mir schon bei der WM Glück gebracht, und jetzt hat mir die Arena wieder gelegen. Wir haben gut gespielt und wollen im nächsten Jahr wiederkommen", sprudelte es aus dem 26 Jahre alten Ausnahme-Fußballer heraus. 156 Tage nach dem WM- Finale, das er mit zwei Treffern gegen Deutschland für den fünffachen Weltmeister Brasilien im Alleingang entschieden hatte, machte Ronaldo sein bestes Spiel im Dress der Madrider und war an fast allen torgefährlichen Aktionen des spanischen Rekord-Champions beteiligt. Sechs Minuten vor Schluss beseitigte der für Ronaldo ins Spiel gekommene Guti mit seinem Kopfball zum 2:0 die letzten Zweifel am Sieg Reals gegen den chancenlosen Südamerika-Meister.

Aus der Heimat erreichte den WM-Torschützenkönig am Dienstag eine weitere Glücksbotschaft. Das Sportblatt "O Globo" berichtete, die FIFA werde ihn zum Weltfußballer des Jahres 2002 küren. Der brasilianische Verband CBF habe vom Fußball-Weltverband bereits eine offizielle Mitteilung über den Ausgang der Wahl unter den Nationaltrainern erhalten. Damit hätte sich Ronaldo gegen die Konkurrenten Oliver Kahn und Zinedine Zidane durchgesetzt.

Mit dem verdienten Erfolg unterstrich Real die Vorherrschaft der Europäer, die von den letzten acht Weltpokal-Endspielen sieben für sich entschieden, und beendete zugleich seine schwarze Serie von zuletzt drei Spielen ohne Torerfolg. Dennoch wurde auch in Yokohama das Manko der schwachen Chancenverwertung beim 28-maligen spanischen Meister deutlich, der aus einem Dutzend hochkarätiger Möglichkeiten zu wenig machte. Die größte Gelegenheit, das Resultat in die Höhe zu schrauben, verpasste Claude Makelele, der in der 68. Minute von Ronaldo vor dem Tor brillant freigespielt über den Ball trat.

Der Außenseiter aus Paraguay, wie Real im Jahr seines 100-jährigen Vereinsjubiläums, kam nur zwei Mal gefährlich vor das Tor von Iker Casillas. In der 14. Minute traf Rodrigo Lopez den Pfosten, vier Minuten vor dem Seitenwechsel scheiterte Rafael Benitez an Reals Schlussmann. Zu wenig, um die Spanier zu gefährden, die mit ihrem dritten Weltpokal-Sieg zu den Rekordgewinnern AC Mailand, Penarol und Nacional Montevideo aufschlossen.

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