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Madrider Terror-Anschläge weitgehend aufgeklärt

Die Madrider Anschläge mit 191 Toten vom März dieses Jahres gelten nach der Identifizierung des Algeriers Allekema Lamari als mutmaßlicher Anführer des Terrorkommandos als weitgehend aufgeklärt.

dpa MADRID. Die Madrider Anschläge mit 191 Toten vom März dieses Jahres gelten nach der Identifizierung des Algeriers Allekema Lamari als mutmaßlicher Anführer des Terrorkommandos als weitgehend aufgeklärt.

Das komplizierte Fahndungspuzzle habe um eines der wichtigsten Teile ergänzt werden können, teilte die Polizei nach Rundfunkberichten vom Samstag mit. Wie erst jetzt anhand von Gentests einwandfrei bewiesen werden konnte, war der 39-jährige Lamari unter den sieben Attentätern, die sich drei Wochen nach dem Blutbad in der spanischen Hauptstadt während einer Polizeirazzia in ihrem Versteck in die Luft gesprengt hatten. Seine Leiche war als einzige bislang nicht identifiziert worden.

Nach Lamari war seit dem Massaker vom 11. März international gefahndet worden. Er war bereits 1997 in Spanien bei einer Razzia gegen die algerische Terrorgruppe GIA festgenommen und zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Nach seiner vorzeitigen Entlassung 2002 habe er sich weiter radikalisiert, hieß es.

Als Anführer des Madrider Terrorkommandos hatte bislang der Tunesier Serkane Ben Abdelmajid gegolten, der ebenfalls unter den sieben toten Attentätern war. "Wir waren aber überzeugt, dass ein weitaus erfahrenerer Terrorist dahinter stecken musste. Jetzt wissen wir, wer es war", sagte ein Polizeisprecher. Der mutmaßliche Drahtzieher des Blutbades, der Ägypter Rabei Osman Al Sayed, sitzt seit Juni in Italien in Haft. Die internationalen Verbindungen der Attentäter und die Finanzierung der Anschläge geben den Fahndern allerdings nach wie vor Rätsel auf.

Die Terroristen hatten am Morgen des 11. März ein Dutzend Bomben in vier Nahverkehrszügen im Raum Madrid gezündet. Dabei wurden auch mehr als 1 500 Menschen verletzt. Seit den Anschlägen sind rund 70 Verdächtige festgenommen worden, von denen noch 20 in Haft sind.

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