Mädchen an Schulkomplott beteiligt
US-Polizei: Schüler planten Riesenblutbad

Der Kreis von Teenagern im US-Staat Massachusetts, die sich zu einem Anschlag auf ihre Schule verschworen hatten, ist offenbar noch größer als zunächst angenommen. Noch im Laufe des Dienstags sollte in Bedford ein 17-jähriges Mädchen als vierte Komplizin angeklagt werden.

dpa NEW BEDFORD. Erwartet wurde zudem, dass sich ein fünfter Teenager freiwillig stellt. Nach Angaben der Polizei planten die Jugendlichen ein "Riesenblutbad" an ihrer High School.

"Es sollte nach ihren Ankündigungen noch schlimmer werden als das von Columbine", sagte Bedfords Polizeichef Arthur Kelley am Dienstag. "Wie gut, das wir nie konkret herausfinden werden, was wir da alles vereitelt haben." An der Columbine-Schule in Littleton (Bundesstaat Colorado) hatten zwei Schüler im April 1999 zwölf Schulkameraden, einen Lehrer und dann sich selbst getötet.

Die ersten drei Teenager, ein 17-Jähriger und zwei 15-jährige Mitschüler, waren am Samstag festgenommen worden und bekannten sich am Montag bei der offiziellen Anklageerhebung wegen Verschwörung zum Mord "nicht schuldig". Die Polizei fasste sie, nachdem ein Schul- Raumpfleger wenige Tage zuvor in einem Papierkorb Notizen über das geplante Attentat gefunden hatte, das danach "an einem Montag" stattfinden sollte. Weiter ging nach Polizeiangaben aus dem Papier hervor, dass die Teenager zunächst eine Bombe zur Explosion bringen, dann auf fliehende Lehrer und Schüler schießen und sich schließlich selbst umbringen wollten.

In den Wohnungen der Verschwörer wurden Instruktionen zum Bau einer Bombe, Messer und Gewehrmunition gefunden. Die Ermittlungen der Polizei hatten schon Anfang Oktober begonnen, waren aber zunächst ergebnislos verlaufen. Eine Schülerin hatte Gerüchte über das Komplott aufgeschnappt und einen Lehrer informiert, der dann die Polizei alarmierte. Diese fand aber keine schlüssigen Beweise. Die Eltern der drei bereits angeklagten Teenager zeigten sich am Dienstag von der Unschuld ihrer Kinder überzeugt. In US-Medien wurden sie unter anderem mit den Worten zitiert, Gerüchte seien fälschlicherweise zu Fakten hochstilisiert worden.

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