Männer sollen in Drittländer
Palästinenser verlassen Geburtskirche

Nach mehr als fünf Wochen Belagerung haben am Freitag die ersten Palästinenser die Geburtskirche in Bethlehem verlassen.

Reuters BETHLEHEM. Die Palästinenser hätten zu einer Gruppe von 13 Extremisten gehört, die nach Zypern ausgeflogen werden sollten, teilte die israelische Armee mit. Von dort sollen sie in mehrere, noch nicht näher benannte Drittländer gebracht werden. 26 andere Palästinenser sollen in den Gaza-Streifen abgeschoben werden.

Die Männer kamen einzeln aus dem Haupteingang der Kirche und passierten einen Metalldetektor. Dann stiegen sie in einen Bus, der sie nach Tel Aviv zum Flughafen Ben Gurion bringen sollte. Ein Palästinenser wurde auf einer Trage aus der Kirche gebracht.

Die rund 40 militanten Palästinenser hatten sich am 2. April in der Kirche verschanzt, als die israelische Armee bei ihrer Offensive im Westjordanland in Bethlehem einrückte. Mönche, Nonnen und Friedensaktivisten waren bei ihnen in der Kirche, die der Überlieferung zufolge an der Stelle steht, wo Jesus geboren wurde.

Bei Tagesanbruch waren acht Busse auf dem Krippenplatz vorgefahren, der sich in der Nähe der Kirche befindet. Israelische Soldaten waren dabei zu sehen, wie sie Sandwiches und Wasserflaschen auf einem Tisch aufbauten.

Zypern hatte sich am Donnerstag bereit erklärt, 13 der Palästinenser vorübergehend aufzunehmen und damit den Durchbruch bei den Verhandlungen um ein Ende der Belagerung ermöglicht. Regierungskreise in Rom hatten kurz vorher berichtet, Italien, Spanien und andere EU-Staaten seien grundsätzlich zur Aufnahme einiger palästinensischer Extremisten bereit. Deutschland sei nicht im Gespräch, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes auf Anfrage.

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