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Männermode 2005: Kaftan von Gucci, Raffinesse von Jil SanderDPA-Datum: 2004-06-30 13:51:38

Mailand (dpa) - Kunstvoll verzierte Kaftans und lange Gewänder aus Chiffon: Gucci setzt zum Neustart in der Männermode ganz auf Ethno. Begleitet von einem aufmunternden Applaus vor Showbeginn debütierte der Schotte John Ray am Dienstagabend als Chefdesigner der Männerlinie des renommierten italienischen Modehauses bei den Kollektionspremieren Frühjahr/Sommer 2005 in Mailand.

Mailand (dpa) - Kunstvoll verzierte Kaftans und lange Gewänder aus Chiffon: Gucci setzt zum Neustart in der Männermode ganz auf Ethno. Begleitet von einem aufmunternden Applaus vor Showbeginn debütierte der Schotte John Ray am Dienstagabend als Chefdesigner der Männerlinie des renommierten italienischen Modehauses bei den Kollektionspremieren Frühjahr/Sommer 2005 in Mailand.

Ray ist einer von drei Designern, die sich das Aufgabengebiet des im Frühjahr zurückgetretenen Kreativdirektors Tom Ford teilen. Der Texaner hatte Gucci nach einer langen Krise wieder belebt, die Modewelt lag ihm dafür zu Füßen. John Ray arbeitete bereits acht Jahre lang an seiner Seite.

Konsequent zieht Ray sein Ethno-Thema durch und vereint in seiner Kollektion Orientalisches mit Westlichem: Der üppig geschmückte Kaftan aus Baumwolle wird über einer Jeanshose getragen, für laue Sommerabende wird eine Djellaba aus Chiffon mit einer Smokinghose kombiniert. Einige Sakkos wiederum erhalten am Revers eine Brosche in Schmetterlings-Form, dieses Motiv wiederholt sich schließlich als Druck auf Seidenhemden oder Badehosen.

Jil Sander zeigte wieder eine der modernen und frischen Kollektionen, für die sie in ihrer drei Jahre währenden Auszeit vermisst wurde. Nach ihrem Comeback im Mai 2003 setzt die Hamburgerin weiterhin auf eine klare Sprache. Die Farbpalette bleibt durchgehend hell, angeführt von sehr viel Weiß. Sparsam, aber prägnant geht sie mit Details um: Die Gürtel sind häufig neonfarben, die weißen Kurzarmhemden erhalten sorgsam gesetzte, schwarze Druckmotive. Stellenweise ließ Sander zwei Sakkos übereinander tragen. Die Botschaft: Das Hemd wird zum Sakko, das Sakko zum Hemd.

Ganz im Olympiafieber ist bereits Laura Biagiotti. Ihren Laufsteg schmückte die Römerin mit den fünf Ringen. Massimiliano Rosolino, italienischer Weltklasseschwimmer, trug das - allerdings nicht echte - olympische Feuer in das Piccolo Teatro Studio, dem Schauplatz der Show. Auf Teilen der Mode kehrten die olympischen Ringe dann als Motiv wieder: In den klassischen Farben der fünf Erdteile auf Weiß oder Ton-in-Ton zum Beispiel in hellen Braunnuancen. Die italienische Marke Moschino schließlich, einst berühmt für ihre Ironie, präsentierte eine sehr relaxte und stimmige Kollektion. Optisch stachen dabei die Bambus-Drucke heraus.

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