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Märkte im Plus

Die Zuversicht in die Entwicklung der US-Wirtschaft hat im Oktober abgenommen. Volatile Aktienmärkte und steigende Rohstoff- und Energiepreise beunruhigen die Investoren. Der Index des Konsumentenvertrauens fiel im Oktober auf 135,2 Punkte.

Damit liegt der Index unter den Analystenerwartungen. Der Index erreichte im Oktober den niedrigsten Stand seit einem Jahr.



Der Index gilt nicht nur als Indikator für die zukünftige Konjunkturentwicklung, sondern gibt auch Hinweis auf die Entwicklung der Konsumausgaben. Sinkt das Konsumentenvertrauen, werden aller Voraussicht nach auch die Ausgaben der Verbraucher in Zukunft abnehmen.



Bei der momentanen Lage hätten die Anleger einen Indexwert im Rahmen der Erwartungen oder leicht darüber lieber gesehen. In Zeiten steigender Energiepreise und volatiler Aktienmärkte sind negative Überraschungen wahrscheinlicher. Eine stabile Konjunkturentwicklung hätte in diesem Fall für mehr Zuversicht gesorgt. Investoren sollten dieses Zeichen jedoch nicht überbewerten. Denn es gehört bereits seit elf Jahren förmlich zur Tradition, dass das Konsumentenvertrauen im Monat Oktober leicht zurück geht.



New Yorks Aktienmärkte legen einen freundlichen Start aufs Parkett. Kursgewinne bei Home Depot, IBM und Intel treiben den Dow Jones Index in die Gewinnzone. Cisco, JDS Uniphase und Intel ziehen den Nasdaq Index auf die sichere Seite.



Expedia, Barnesandnoble.com und eToys konnten den Anlegern bessere Ergebnisse vorlegen, als von den Analysten erwartet. Das Online-Reiseunternehmen Expedia erstaunte die Experten mit einem Verlust von vier Cents gegenüber einem geschätzten Verlust von 26 Cents. Im zweiten Quartal 2002 will Expedia endlich die Gewinnzone erreichen. Die Aktie von Expedia legt kurz nach Handelsstart rund 40 Prozent an Wert zu. Internet-Spielzeugvertrieb eToys fuhr einen Verlust von 33 Cents pro Aktie im Vergleich zu 27 Cents im Vorjahr ein. Die Konsensschätzungen lagen bei 35 Cents pro Aktie. Der Umsatz konnte parallel um 12,7 Millionen Dollar auf 26 Millionen Dollar gesteigert werden. Der Titel legt leicht zu. Barnesandnoble.com schaffte es für das vergangene Quartal zwar nicht, die Analystenerwartungen zu erfüllen. Dennoch hat der Online-Buchhandel mit um 21 Prozent verbesserten Bruttomargen und 760.000 neuen Kunden auch Erfolge zu vermelden.



Weitere Unterstützung dürften die Internetwerte von einem freundlichen Analystenkommentar erhalten. Die Investmentbank Goldman Sachs empfiehlt vor der New Yorker Börseneröffnung den aus Terra Networks und Lycos hervorgegangenen Internetwert Terra Lycos als "überdurchschnittlichen Marktperformer". Terra Lycos gehöre zu den weltweit am besten vertretenen Internetunternehmen mit bedeutender Onlinepräsenz in den USA, Europa, Asien und Lateinamerika. Die Umsätze aus Werbung und Zugangsgebühren sollen im kommenden Jahr um 70 Prozent auf 533 Millionen ansteigen. Bereits im vierten Quartal des Fiskaljahres 2001 sei mit schwarzen Zahlen zu rechnen.



Gillette notiert leicht im Plus. Die Experten vermuten, dass die Ausweitung der Gewinnmargen im Geschäft mit Rasierklingen im Fiskaljahr 2001 enttäuschen könnten. Den Anleger scheint dies am Morgen nicht zu stören. Die Analysten bleiben bei der Einstufung "überdurchschnittlicher Marktperformer". Mit dem Potenzial deutlicher Kostensenkungen stelle die Aktie ein attraktiver Verhältnis von Chance zu Risiko dar.



NTT DoCoMo

wird sich bei AT&T einkaufen. Nach Angaben der Financial Times will die japanische Mobilfunkgesellschaft Anteile am Mobilfunkbereich des amerikanischen Telefonriesens erwerben.



Ein merkwürdiges Gerücht trifft die Aktien von Rambus. Laut des Internetdienstes Briefing.com will der Nachrichtendienst "Electronic Buyers" aus internen Dokumenten von Intel erfahren haben, dass bis Mitte des Jahres 2001 der Chiphersteller die Rambus Technologie auf den meisten Computerplattformen streichen will. Die Aktie verliert rund 26 Prozent



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