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Märkte im Plus

Die Indizes haben in der Gewinnzone eröffnet. Der Nasdaq Index hält sich gerade noch im Plus. Der Dow Jones Index kann etwas mehr zulegen. Es sieht trotzdem nicht so aus, als könnte das frische Quartal dem Börsenmarkt einen Neubeginn bescheren. Erneut gibt es Gewinnwarnungen, die den Handelsverlauf trüben könnten. Besonders der Finanzsektor hat ein paar schlechte Nachrichten für die Anleger bereit.

American Express gehört zu den Unternehmen, die eine Gewinnwarnung herausgeben haben. Nachdem das Unternehmen in der vergangenen Woche noch von Übernahmespekulationen profitieren konnte, schraubt der Finanzdienstleister seine Erwartungen für das erste Quartal herunter. Voraussichtlich wird der Gewinn 18 Prozent unter den im Vorjahr erzielten 48 Cents pro Aktie ausfallen. Die Konsensschätzungen liegen bei 51 Cents pro Aktie. Wie American Express weiterhin mitteilt, wird das ursprünglich angestrebte Gewinnwachstum in Höhe von zwölf Prozent im laufenden Jahr nicht erreicht.

Die schwache Performance der amerikanischen Aktienmärkte geht auch an Onlinebrokern nicht spurlos vorüber. Jüngstes Beispiel ist der Onlinebroker Ameritrade. Als Gegenmaßnahme hat das Management angekündigt, 170 Arbeitsplätze abzubauen, um damit rund 7,4 Prozent der Belegschaft zu entlassen. Im Januar hatte sich das Unternehmen bereits von 229 Angestellten getrennt. Mit den Stellenstreichungen sollen die Kosten gesenkt und die Prognosen erfüllt werden. Analysten gehen davon aus, dass Ameritrade im zweiten Quartal einen Verlust in Höhe von acht Cents pro Aktie ausweisen wird.

Auch der Hersteller von Software für die Pharmaindustrie Dendrite International wird die Gewinn- und Umsatzerwartungen im ersten Quartal verfehlen. Der Abschluss mehrerer Geschäfte habe sich verzögert, so die offizielle Begründung. Den neuesten Schätzungen zufolge wird Dendrite einen Gewinn in Höhe von knapp fünf Cents pro Aktie melden. Die Konsensschätzungen liegen bei 18 Cents pro Aktie.

Der Softwaresektor eröffnet stärker. Oracle, Microsoft und I2 Technologies befinden sich auf der Gewinnerliste des Nasdaq Indexes. Bei I2 Technologies gefallen den Anlegern die Stellenkürzungen. Das Unternehmen kündigte an, dass es voraussichtlich jeden zehnten Arbeitsplatz streichen werde, um Kosten zu sparen. Zudem hieß es, dass die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten an das erste Quartal nicht eingehalten werden können, was die Investoren heute morgen nicht aus dem Konzept bringen kann. Der Vorstandsvorsitzende Sanjiv Sidhu sieht nach wie vor eine "gesunde Nachfrage" nach den B2B-Produkten, doch einige Kunden hätten ihre Aufträge wegen der schwachen allgemeinen Wirtschaftslage verschoben.

Das Brokerhaus Lehman Brothers bekräftigt zum Wochenauftakt die Kaufempfehlungen für kleinere Biotechnologiewerte. Die Anlaysten heben die Kursziele von Amgen, Human Genome Sciences und Immunex. Größere Biotech-Firmen wie MedImmune, Biogen und Genenentech stufen sie jedoch ab. Amgen und Immunex stehen dennoch auf der Nasdaq Verliererliste.

Auf Worldcom kommen gewaltige Kosten zu. Der Telefonkonzern muss nach einem Gerichtsurteil 90 Millionen Dollar zahlen, um zu hoch berechnete Gebühren zu erstatten. Die von Worldcom aufgekaufte Ferngesprächsgesellschaft MCI hat Millionen Verbrauchern zu hohe Rechnungen ausgestellt. Am Morgen tendiert die Aktie etwas schwächer.

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