Märkte im Überblick
Europäische Börsen überwiegend freundlich

Gewinne im Banken- und Technologiesektor sorgen für Aufwind.

Reuters FRANKFURT. Beflügelt von Gewinnen im Banken- und Technologiesektor haben die europäischen Aktienbörsen am Dienstag überwiegend freundlich geschlossen. Die unerwartet hoch ausgefallenen Zahlen zur Produktivität in den USA seien den Märkten zu Gute gekommen, sagten Händler. Eine unklare Richtung im frühen Handel der New Yorker Aktienbörse sowie deutliche Verluste bei den in ihren jeweiligen Indizes schwer gewichteten Unternehmen BASF (minus 6,3 %) und BP (minus 2,3 %) hätten die Aufschläge begrenzt. Beide Unternehmen hatten am Dienstag Geschäftszahlen vorgelegt.

Die US-Produktivität war - ohne Berücksichtigung der Landwirtschaft - im zweiten Quartal saisonbereinigt um 5,3 % gestiegen. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 4,3 % gerechnet. Händlern zufolge steigert die hohe Rate die Rentabilität der Unternehmen.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg bis zum Abend um 0,34 % auf 4915 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) lag um 0,39 % höher auf 5108 Punkten.

LONDON - FTSE-Index schwächer

In London hat die Aktienbörse bei lustlosem Handel leicht nachgegeben. Kursschwächen bei den Öl-Titeln BP und bei führenden Pharmatiteln belasteten das Börsenbarometer, sagten Händler. Der FTSE-100-Index ging 0,46 % auf 6358,1 Zähler schwächer aus dem Handel. "Wir befinden uns immer noch in einer engen Handelsspanne", sagte ein Analyst. Colt Telecom gaben um 8,86 % nach, nachdem deren Vorstandsvorsitzender Paul Chisholm unerwartet zurück getreten war. Unter den Pharmatiteln fielen Glaxo Wellcome 2,59 % und Smithkline Beecham 2,35 %. ZÜRICH - SMI-Index wenig verändert

Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag insgesamt wenig verändert präsentiert. Während der Gesamtmarkt eine Verschnaufpause eingelegt habe, hätten vor allem die Finanzwerte mehrheitlich kräftige Gewinne erzielt, erklärten Händler. Der SMI schloss 2,4 Zähler höher auf 8253,4 Punkten. Technisch betrachtet sei der Markt in einer überkauften Situation, die nun nach und nach abgebaut werden dürfte. Im Zentrum standen die Aktien der UBS und der Privatbanken. UBS stiegen bei gewaltigen Umsätzen um 7,50 sfr auf 258,00 sfr. CS Group dagegen verloren nach den jüngsten starken Gewinnen 2,50 sfr auf 379,50 sfr. Händler erklärten sich dies mit der unterschiedlichen Bewertung von UBS und CS. Der Börsenwert von CS hat den von UBS übertroffen.



PARIS - Gut behauptet

Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen gewann 0,21 % auf 6532,44 Punkte. Der Markt sei sehr ruhig und auf kleinere Werte konzentriert, sagten Händler. Technologietitel notierten ohne klare Tendenz. Die Aktien von France Telecom verloren vor den für Donnerstag erwarteten Halbjahreszahlen 1,55 %.



MAILAND - Mib30-Index freundlich

Der Mailänder Aktienhandel tendierte freundlich. Der MIB30-Index gewann 0,48 % auf 46 952 Punkte. Der Internetportal-Anbieter Seat will 75 % der Fernsehgesellschaft Telemontecarlo übernehmen. Dafür hatte der Anbieter eine Kapitalerhöhung angekündigt. Der am Vortag kräftig gestiegene Kurs von Seat gab bei hohen Umsätzen um 0,6 % nach.

MADRID - Ibex-Index im Plus

Der Ibex-Index schloss mit einem Plus von 1,5 % bei 10 867,6 Punkten. Die Aktie von Indexschwergewicht Telefonica lag 3,3 % höher. Händler sagten, die Marktteilnehmer erwarteten, dass das Unternehmen nach der Akquisition der niederländischen Endemol ein noch höheres Gewicht im Ibex bekommen werde. Schon jetzt sind Telefonica darin mit 27 % gewichtet.



AMSTERDAM - AEX-Index etwas leichter

In Amsterdam büßte der AEX-Index bis zum Schluss um 0,33 % auf 678,33 Punkte ein. Die Aktien des Einzelhändlers Vendex stürzten elf Prozent ab, nachdem bekannt geworden war, dass das Unternehmen nur leicht höhere Halbjahresergebnisse als im Vorjahr erwartet. Wolters Kluwer verloren nach Halbjahresergebnissen am unteren Rand von Analysten-Erwartungen vier Prozent.



WIEN - ATX-Index freundlich

Der ATX-Index des Wiener Aktienmarktes hat am Dienstag mit 1188,27 Punkten (plus 0,77 %) freundlich geschlossen. Nach einem Verlauf in enger Schwankungsbreite habe der Markt am Nachmittag im Gefolge der anziehenden Bank Austria nach oben gedreht, sagten Händler. Sie sahen die ATX-Tendenz weiter nach oben gerichtet. "Die HypoVereinsbank steigt, da kann die Bank Austria nicht hinten bleiben", sagte ein Händler, "und mit der BA als Zugpferd kann es weiter gehen in Richtung 1200 im ATX". Mit fast 660 000 gehandelten Aktien zogen Bank Austria auf 65,20 (63,45) an, HypoVereinsbank stiegen auf 69,00 (67,74).



BRÜSSEL - Investoren kehren zurück

In Brüssel zog der Bel20-Index um 0,65 % auf 3132,66 Punkte an. "Nach den Ausverkäufen Anfang des Jahres kehren die Investoren nun wieder in den Markt zurück", sagte ein Händler. Schnäppchenjäger trieben den Kurs von KBC Bancassurance um 4,3 % nach oben, wie Händler sagten. Mobistar gewannen 19 %. Analysten verwiesen auf Gerüchte, Großaktionär France Telecom könnte auch für die noch nicht in seinem Besitz befindlichen Anteile bieten.



STOCKHOLM - OMX-Index folgt guten Vorgaben

Die Aktienkurse an der Stockholmer Börse tendierten fester. Der 30 Werte umfassende OMX-Index lag um 0,48 % im Plus bei 1287,62 Punkten. Die Titel des Börsenschwergewichts Ericsson lagen um 4,50 Kronen höher bei 173,00 skr. Die Aktien des Konkurrenten Nokia zeigten sich von den Vortagesverlusten erholt und gewannen 13 Kronen auf 361,50 skr dazu.

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