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Märkte in Bewegung

Heute ist Hexensabbat. An diesem Freitag werden an den Terminbörsen die Optionen auf Aktien, Optionen und Futures auf Indizes gleichzeitig fällig. In welche Aktien die Anleger das heute freiwerdende Kapital investieren werden, ist ungewiss. Sicher ist: Es gibt eine ganze Reihe an Meldungen, die die Märkte in Bewegung bringen wird.

Die Futures können sich vorbörslich nicht auf eine einheitliche Eröffnungstendenz der Märkte einigen. Sowohl der Nasdaq als auch der S&P 500 Future pendelt zwischen Punktgewinnen und - verlusten.



Während Oracle wegen enttäuschender Quartalsergebnisse vorbörslich unter Druck gerät, lässt die Gewinnwarnung von Compaq Computer die Börse kalt. Die Aktie legt vor Handelseröffnung an Wert zu, obwohl der Computerhersteller die Gewinnaussichten für das laufenden Quartal von ursprünglich 21 Cents auf 12 bis 14 Cents pro Aktie reduziert hat. Nachdem Compaqs Konkurrenten Dell und Gateway bereits vor schlechten Quartalszahlen gewarnt hatten, überrascht die Nachricht die Investoren nicht mehr. Schlechte Nachrichten sind in diesem Fall bereits eingepreist.



Vorbörslich negativ reagieren die Anleger am Morgen auf die Gewinnwarnung von Computer Science. Der Service-Provider wird die Gewinnschätzungen für das vierte Quartal deutlich verfehlen. Das Unternehmen reduziert die Ertragsprognosen von 92 Cents pro Aktie auf 35 bis 37 Cents pro Aktie.



Ein Auge sollten Anleger dagegen auf Adobe haben. Der Hersteller von Grafik-Software konnte die Gewinnerwartungen im ersten Quartal um fünf Cents pro Aktie übertreffen. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 47 Millionen Dollar gesteigert werden. Obwohl Adobe die Umsatzerwartungen für das zweite Quartal reduziert, melden sich eine Reihe von Brokerhäuser positiv zu Wort. So korrigiert Credit Suisse First Boston die Erwartungen für Adobe nach oben.



Die Wachstumsinsel Europa droht, den amerikanischen Technologieunternehmen wegzubrechen. Die Analysten von Credit Suisse First Boston hatten bereits am Mittwoch auf eine mögliche Nachfrageflaute in Europa aufmerksam gemacht. Die Warnungen von Europas großen Technologieunternehmen Siemens, Ericsson, Philips und Infineon hatten den Anlass gegeben. Nun bestätigen Oracles und Ciscos Umsatzprognosen für den europäischen Markt die Befürchtung. Denn US-Unternehmen bricht damit in Zeiten schwächelnder US-Konjunktur nicht nur in den USA der Absatzmarkt weg. Auch in Europa wird die Nachfrage nach der sonst so beliebten amerikanischen Technologie zurückgehen.

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