Märkte in Lateinamerika, den USA und Japan enttäuschen
EMI erleidet Gewinneinbruch

Der britische Musik-und Unterhaltungskonzern EMI hat nach einem schwierigen Geschäftsjahr (31. März 2002) am Dienstag einen scharfen Gewinnrückgang bekannt gegeben.

dpa LONDON. Nach Mitteilung des Konzerns fiel der Vorsteuergewinn auf 153,3 Mill. Pfund (245,2 Mill. Euro), im Vergleich zu 259,5 Mill. Pfund im vorherigen Geschäftsjahr. Der Umsatz ging um um 8,5 % auf 2,44 Mrd. Pfund zurück. EMI hat unter anderem Robbie Williams und Kylie Minogue unter Vertrag. Die Trennung von US-Popsängerin Mariah Carey nach dem katastrophalen Flop ihres Albums "Glitter" kostete EMI im Januar 32 Mill. ?.

Nach Angaben des Unternehmens lief das Geschäft in Großbritannien und dem übrigen Europa im vergangenen Geschäftsjahr gut. In Lateinamerika, den USA und Japan seien die Umsätze aber enttäuschend gewesen. Der Grund dafür sei die starke Konjunkturabschwächung auf diesen Märkten. Auch mangelnde Nachfrage, das wachsende Geschäft mit Raubkopien und "altmodische Geschäftspraktiken" hätten eine Rolle gespielt.

Der frühere Polygram-Präsident Alain Levy, der jetzt bei EMI ein striktes Umstrukturierungsprogramm durchsetzen soll, zeigte sich am Dienstag trotz der Ergebnisse optimistisch. "Ich schätze das Potenzial von EMI als positiv ein", sagte er. Nach dem im März vorgelegten Plan sollen bei EMI mehr als 1000 Stellen gestrichen werden. Levy will die Zahl der unter Vertrag stehenden Künstler außerdem drastisch auf 1200 kürzen.

Nach Angaben des EMI-Vorsitzenden Eric Nicolei ist der Umbauprozess "gut angelaufen." EMI will sich nach seiner Darstellung künftig stärker auf Internet-und Breitbandtechnologien konzentrieren und sein DVD-Geschäft ausbauen.

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