Märkte sensibel
Europäische Börsen im Minus

Die europäischen Börsen haben am Freitag überwiegend nachgegeben. Technologie-, Bank- und Telekomwerte verloren nach den Gewinnen vom Vortag, die nach der überraschenden Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) erreicht worden waren. Ein Händler sagte, die Märkte reagierten sehr sensibel. Die EZB-Zinssenkung habe die Kurse beflügelt, die nächste schlechte Unternehmensmeldung drücke die Stimung dann wieder.

Reuters FRANKFURT. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel bis zum Mittag um 0,29 % auf 4274 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte um 0,51 % auf 4 495.

An der New Yorker Wall Street deuteten die US-Futures auf einen gut behaupteten Auftakt. Der S&P-500-Future war 0,1 Zähler im Plus bei 1 261 Zähler, der Nasdaq-100-Future notierte 2,5 Punkte im Plus bei 1 845. Am Donnerstag hatte der Dow-Jones-Index mit 10 910 Punkten geschlossen, ein Plus von 0,4 %. Der Nasdaq-Composite-Index ging mit einem Minus von 1,29 % bei 2 128 Zählern aus dem Handel.

London - Leichter mit Gewinnmitnahmen

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index bis zum Mittag um 0,78 % auf 5 917 Punkte gefallen. Händler machten Gewinnmitnahmen bei Bank- und Telekomwerten für das Minus verantwortlich. Die Titel der Colt Telecom fielen um 8,13 % auf 829-3/4 Pence, nachdem das Unternehmen am Donnerstag Quartalszahlen vorgelegt hatte, die einige Investoren enttäuscht hatten. Die Papiere des Indexschwergewichts Vodafone waren dagegen ein halbes Prozent im Plus bei 204 Pence.

Züricher Aktienmarkt freundlich

Der Schweizer Blue-Chip-Index SMI hat um 0,5 % fester bei 7 524 Zählern tendiert, beflügelt von Novartis - Papieren. Die Aktien des Pharmaunternehmens stiegen um 2,65 % auf 69,85 sfr. Händler sagten, die am Donnerstag bekannt gewordene US-Zulassung des Leukämie-Medikaments Gleevec sei ein großer Schritt für das Unternehmen und unterstütze dessen starke Position in der Krebsforschung und-behandlung. Titel des Pharmakonzerns Roche setzten ihren Aufwärtstrend fort und notierten 1,07 % im Plus bei 142 sfr. Roche-Papiere sind seit Wochenbeginn im Aufwind, nachdem Novartis 20 % der Roche-Inhaberaktien übernommen hatte.

Paris - Leichter mit Abschlägen bei France Telecom

In Paris präsentierte sich die Börse leichter. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen fiel um 0,61 % auf 5572 Zähler. Die Aktien des Telefonkonzerns France Telecom und deren Mobilfunktochter Orange waren unter Druck, nachdem die Investmentbank UBS Warburg die Bewertung der beiden Titel mit "Halten" aufgenommen hatte. France-Telecom-Aktien verloren 2,38 % auf 71,65 Euro, Orange-Titel waren 0,97 % im Minus bei 11,24 Euro.



Mailand - Knapp behauptet vor Parlamentswahl

Der Mailänder MIB30-Index hat knapp behauptet tendiert. Der Index notierte um 0,17 % leichter bei 39 853 Zählern. Händler sagten, es gebe die Sorge, dass die Parlamentswahlen am Sonntag keiner Seite eine klare Mehrheit brächten. Die Aktien der Telecom Italia gaben mehr als ein Prozent auf 11,68 Euro nach und bescherten dem Index ein Minus von 49,48 Zählern. Die Mobilfunktochter des Konzerns, Telecom Italia Mobile , war dagegen 1,3 % im Plus bei 7,54 Euro. Gemeinsam machen die beiden Unternehmen fast ein Viertel des MIB30-Index aus.

Börse in Madrid knapp behauptet

An der Börse in Madrid ist der Ibex-Index um 0,17 % auf 9 764 Punkte gefallen. Die Papiere des Internetanbieters Terra Lycos verloren 0,51 % auf 9,77 Euro, nachdem berichtet geworden war, dass das Unternehmen über die Übernahme der US-Unternehmen EarthLink oder CNET Networks verhandele. An der New Yorker Nasdaq, wo die Aktien ebenfalls notiert sind, waren die Titel schon am Donnerstag um 2,3 % gefallen. Die Papiere des Telefonriesen Telefonica , des Mutterkonzerns von Terra Lycos, notierten im Markttrend um 0,16 % leichter bei 18,95 Euro.

Amsterdam - Knapp behauptet vor US-Daten

An der Amsterdamer Börse waren die Umsätze vor Bekanntgabe der US-Erzeugerpreise dünn. Die Investoren warteten ab, hieß es. Der AEX-Index gab um 0,17 % auf 594 Punkte nach. Die Aktien des Bankhauses ABN Amro notierten nach einigen Herabstufungen 0,58 % leichter bei 22,32 Euro. Unter anderem hatte die Investmentbank UBS Warburg das Kursziel auf 26 Euro gesenkt und seine Bewertung bei "Halten" belassen.

Wien - Freundlich mit Gewinnen bei Head

In Wien hat die Ankündigung einer Dividende von 0,28 Euro des Sportartikelherstellers Head der Aktie Auftrieb verliehen. Head-Papiere notierten um 6,77 % fester bei 4,89 Euro. Die Dividende von 0,28 Euro entspricht einer Rendite von 5,7 %. Der Gesamtmarkt tendierte nach anfänglichen Verlusten ebenfalls im Plus. Der ATX stieg um 0,4 % auf 1 216 Zähler.

Brüssel - Freundlich, Pharmafirmen im Plus

In Brüssel ist der Bel20-Index um 0,6 % auf 2 834 Punkte gestiegen. Die größten Gewinne verbuchten Pharmafirmen nach guten Nachrichten aus dem Sektor. Die Papiere des Arzneimittelherstellers Solvay stiegen 3,38 % auf 56,60 Euro, und Aktien der UCB legten 2,77 % auf 37,52 Euro zu. Die schweizerische Novartis hatte am Donnerstag mitgeteilt, es habe die US-Zulassung für ein Leukämiepräparat erhalten.

Stockholm - Leichter wegen Gewinnmitnahmen

Gewinnmitnahmen haben Händlern zufolge den Stockholmer OMX-Index ins Minus gedrückt. Der Index tendierte leichter bei 917 Punkten, ein Minus von 0,26 %. Aktien des Telefonkonzers Telia waren 3,2 % im Minus bei 60 skr, nachdem das Unternehmen mit seinen Quartalszahlen den Markt enttäuscht hatte. Entgegen dem europäischen Trend bei Technologiewerten waren Ericsson -Titel mit 1,6 % im Plus bei 63,50 skr.

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