Märkte überrascht
Infomatec verlieren nach Untersuchung

Die Schnelligkeit der Augsburger Staatsanwaltschaft im Fall Infomatec hat die Aktienhändler am Frankfurter Neuen Markt regelrecht überrascht.

dpa-afx FRANKFURT. "Normalerweise dauert es viel länger, bis die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung vornimmt", meinte ein Händler der Bayerischen Landesbank.

Wie sich der Kurs heute entwickelt hat:
Inomatec- Intraday-Chart

Je nachdem wie die Nasdaq heute eröffnet oder sich die Krise in Nahost und damit zusammenhängend der Ölpreis entwickelt, rechnet der Händler der Bayerischen Landesbank mit einem Zählerstand des Nemax 50 unter 4 000 Punkten. Dieses schlechtes Marktfeld sensibilisiere für so eine Nachricht wie bei Infomatec.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat am Donnerstag die am Neuen Markt notierte Firma Infomatec sowie Privatwohnungen der Vorstände durchsucht. Dies bestätigten am Freitag einvernehmlich die Augsburger Behörde und das Unternehmen. Nachdem Infomatec vor einigen Wochen fehlerhafte Ad-hoc-Mitteilungen eingestehen musste, hatten Schutzgemeinschaften von Kleinaktionären gegen den Vorstand Anzeige wegen Kursbetrugs und Insiderhandel erstattet.

Der Sprecher der Polizei Augsburg, Thomas Doll, erklärte: "Rund 50 Beamte haben am Donnerstag gegen 9.30 Uhr drei Niederlassungen von Infomatec und mehrere Privatwohnungen durchsucht." Die Aktion habe sich in Augsburg sowie in den Bundesländern Hessen und Baden-Württemberg abgespielt. "Es wurden Firmenunterlagen beschlagnahmt. Mit ersten Ergebnissen ist in den nächsten Tagen zu rechnen," sagte Doll.

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