Märkte warten auf die Fed
Wall Street schließt deutlich im Plus

Die US-Börsen hoffen auf eine kräftige Zinssenkung am Dienstag und so näherte sich der Dow Jones Index wieder der 10 000er-Marke an. Tagesgewinner waren Hewlett Packard und Boeing.

dpa-afx NEW YORK. Die US-Standardwerte im Dow Jones haben sich am Montag wieder der 10 000-Punkte-Marke angenähert, nachdem sie zuvor im Handelsverlauf zunächst abgerutscht waren. Im späten Geschäft holten die Standardwerte kräftig auf und schickten sich mit einem Tageshoch von 9 992,66 Punkten sogar an, die 10 000er-Marke zu überspringen. Beim Schlussgong stand der Dow Jones Industrial Average bei 9 959,11 Zähler - ein Plus von 1,38% im Vergleich zum Freitag. Allerdings seien die Umsätze gering gewesen, sagten Händler.

Die Investoren warteten die morgige Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) ab, begründeten Händler das schwache Handelsvolumen. Viele Anleger erhofften sich von der Sitzung eine Leitzinssenkung um bis zu 75 Basispunkte. Sollte diese Hoffnung nicht erfüllt werden, könnten die Aktionäre jedoch enttäuscht reagieren. Möglicherweise habe der US-Markt aber auch nach den starken Verlusten der vergangenen sechs Tage einen Boden gefunden und bleibe stabil.

HP und Boing gesucht

Neben den Technologie-Werten profitierten auch zyklische Titel von den Hoffnungen auf eine Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) um 50, vielleicht sogar 75 oder 100 Basispunkte. So waren Boeing zweitstärkster Wert mit einem Plus von 4,22% auf 56,02 USD. Die Aktie profitierte von einer Kaufempfehlung durch Lehman Brothers.

Die höchsten Gewinne verbuchten die Aktien von Hewlett Packard mit einem Aufschlag von 8,54% auf 30,50 USD, obwohl die Investmentbank Goldman Sachs die Gewinnschätzung für zahlreiche Computer- und Datenspeicherhersteller nach unten korrigiert hatte. Danach werde Hewlett Packard im laufenden Jahr Umsätze in Höhe von 48,8 Mrd. USD erzielen. Bisher war die Bank von 50,1 Mrd. USD ausgegangen. Außerdem solle der PC-Spezialist einen Gewinn je Aktie von 1,45 USD erwirtschaften nach bisher erwarteten 1,56 USD.

Auch IBM und Sun Microsystems , deren Gewinnschätzungen ebenfalls von Goldman Sachs herabgesetzt worden waren, legten deutlich zu. IBM stiegen um 2,77% auf 92,60 USD. Sun Microsystems kosteten 19,0625 USD, ein Plus 4,81%.

Auch am Montag hielten einige Gewinnwarnungen die Investoren einmal mehr in Atem: Der Glasfaserherstellers Corning hatte bekannt gegeben, er werde im laufenden Jahr nur noch einen Proforma-Gewinn je Aktie (EPS) von 1,20 bis 1,30 USD erwirtschaften. Das Unternehmen hatte zuvor ein Proforma-EPS von 1,40 bis 1,43 USD prognostiziert. First Call/Thomson Financial erwartet ein Proforma-EPS von 1,36 USD. Die Anleger scheinen trotzdem optimistisch zu sein: Corning zogen um 8,71% an und kosteten 25,29 USD.

Der Print- und Internetverlag Knight Ridders hat seine Gewinnprognosen reduziert. Die Aktie gab daraufhin 2,04% auf 54,36 USD nach. Nach einer positiven Einschätzung der Finanztitel durch das Investmenthaus Lehman Brothers, zeigte sich der Finanzsektor überwiegend im Plus. Lehman-Analyst Mark Constant stufte Merril Lynch von "Buy" auf "Strong Buy" herauf. Die Aktien gewannen darauf hin 6,75% und notierten bei 58,50 USD. Goldman Sachs stufte der Analyst von "Market Performer" auf "Buy" herauf. Der Kurs der Bank reagierte mit einem Plus von 3,87% auf 90,94 USD. Mit derselben Einschätzung bewertet Constant die Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter. Das Papier gewann 4,85% und kostete 60,73 USD.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%