Märkte wenig verändert: US-Börsen verschnaufen nach der Rally

Märkte wenig verändert
US-Börsen verschnaufen nach der Rally

Nach der Kursrally am Vortag haben die US-Börsen am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt und kaum verändert geschlossen. Wenig Impulse gab die Notenbank Fed mit ihrer Entscheidung, die Leitzinsen unverändert zu lassen.

Reuters NEW YORK. Die Hoffnung auf einen schnellen Sieg der USA im Irak werde getrübt durch schwache Konjunkturdaten und Sorgen, dass ein möglicher Militärkonflikt noch unliebsame Überraschungen bringen könne, sagten Händler. Analysten reagierten verhalten auf die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Leitzinsen unverändert zu lassen.

Zum Handelsschluss notierte der Standardwerte-Index Dow Jones 0,6 Prozent im Plus bei rund 8194 Punkten, der technologielastige Nasdaq-Index stieg um 0,6 Prozent auf 1401 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,4 Prozent höher bei 866 Punkten.

"Die Fed bekräftigt eigentlich das, worüber sich der Markt schon lange Sorgen macht: die weltpolitischen Unsicherheiten", sagte Peter Cardillo, Chefstratege bei Global Partners Securities. Todd Leone von S.G. Cowen fügte hinzu: "Alles muss glatt gehen, damit der Markt seine Rally fortsetzt." Den Anlegern sei bewusst, dass die Wirtschaft noch schwach sei "Ich denke, der Markt legt eine Pause ein."

Die Fed hatte zuvor die US-Leitzinsen erwartungsgemäß auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als vierzig Jahren gelassen, zugleich aber ihre Bereitschaft für eine rasche Zinssenkung signalisiert, sollte ein Irak-Krieg einen wirtschaftlichen Tribut zollen. Das Verhältnis der wirtschaftlichen Risiken könne die Fed nicht charakterisieren und werde eine "erhöhte Beobachtung" praktizieren, bis die Unsicherheiten nachlassen, teilte die Fed weiter mit. Der als Schlüsselzins geltende Zielsatz für Tagesgeld bleibt unverändert bei 1,25 Prozent, auch der Diskontsatz wird mit 0,75 Prozent beibehalten

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Iraks Präsident Saddam Hussein hatte zuvor die ultimative Aufforderung der USA zu einem Gang ins Exil am Dienstag zurückgewiesen. Mit dieser Reaktion ist ein Krieg wohl unvermeidlich. US-Präsident George W. Bush hatte Saddam und dessen Söhne in der Nacht aufgefordert, das Land bis Donnerstagmorgen zu verlassen. Andernfalls würden die USA und ihre Verbündeten angreifen.

Das Geschäft belastet hätten außerdem schwache US-Konjunkturdaten, sagten Händler. Eine Stunde vor Börsenbeginn hatte das US-Handelsministerium einen unerwartet starken Rückgang der Wohnbaubeginne im Februar bekannt gegeben. In Reaktion auf diese Daten gab der S&P-Branchenindex für das Baugewerbe um rund 0,8 Prozent nach. Die Aktien von Centex Corp büßten rund 0,5 Prozent auf 52,34 Dollar ein, und die Titel von KB Home fielen rund 1,1 Prozent auf 46,001 Dollar.

Der Aktienkurs von Procter & Gamble stieg 1,3 Prozent auf 86,62 Dollar, nachdem der US-Konsumgüterkonzern die Übernahme des Darmstädter Haarpflege- und Kosmetikkonzerns Wella für 6,5 Milliarden Euro angekündigt sowie seine Erwartungen für den Quartalsgewinn erhöht hatte. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,55 Milliarden Aktien den Besitzer. 1781 Werte legten zu, 1485 gaben nach und 185 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,57 Milliarden Aktien 1756 im Plus, 1407 im Minus und 24 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 99-21/32. Sie rentierten mit 3,92 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 1-4/32 auf 107-19/32 und hatten eine Rendite von 4,87 Prozent.

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