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Märkte zum Wochenauftakt schwächer erwartet

Die Wall Street wirkt zum Wochenauftakt noch etwas verkatert. Zumindest die Futures in den USA deuten auf eine schwächere Eröffnung der Märkte hin. Am Sonntag wurde in New Orleans die Super Bowl ausgetragen, das größte Sportereignis in den USA. Auch für den Bierhersteller Anheuser Busch bedeutet die Super Bowl das Ereignis des Jahres. Neue Ungereimtheiten bei dem Mischkonzern Tyco und der reichste Mann der Welt belasten am Montag die Stimmung in New York.

Bill Gates, der Firmengründer des Softwareriesen Microsoft , rechnet in diesem Jahr nicht mit einer deutlichen Besserung der Konjunktur. Auch die Lage der Technologieunternehmen dürfte laut Gates weiterhin angespannt bleiben. Der milliardenschwere Chairman von Microsoft äußerte diese Bedenken gegenüber Journalisten in New York.

Positive Signale könnten am Montag aus dem Chipsektor kommen. Gleich mehrere Investmentbanken rechnen mit verbesserten Absatzzahlen. Vor allem Mircon Technology könnte freundlich in den Handel starten. Das Unternehmen hatte am Freitag ein Analystentreffen abgehalten. Sowohl die UBS Warburg als auch Merrill Lynch heben die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr an. Die Credit Suisse First Boston stuft den gesamten Chipsektor von "underweight" auf "market-Weigh" herauf. Laut Charlie Glavin von der CSFB dürften sich die verbesserten wirtschaftlichen Bedingungen positiv auswirken. Zudem dürften die Lageerbestände deutlich korrigiert worden sein.

Ohne Skandal scheint die Wall Street aber auch in dieser Woche nicht auszukommen. Laut dem Wall Street hat der Mischkonzern Tyco in den letzten drei Jahren acht Milliarden für Übernahmen ausgegeben. Diese Tatsache alleine dürfte Investoren nicht in Rage versetzen. Offenbar haben Anleger von diesen Investitionen allerdings nichts gewusst. Das heißt nicht, dass Tyco gegen Buchhaltungsvorschriften verstoßen hat. Aber nachdem der Konzern in der vergangenen Woche bereits wegen eventueller Ungereimtheiten in der Buchhaltung ins Visier der Wall Street geraten ist, dürfte Tyco zum Wochenauftakt erneut unter Beschuss geraten.

Neue Quartalszahlen kommen zum Wochenauftakt von Priceline. Der Onlinereisedienst musste im vergangenen Quartal einen deutlichen Rückgang bei den Flugverkäufen hinnehmen. Hingegen stieg die Nachfrage nach Hotelzimmern und Mietwagen um fast die Hälfte und ließ so den Gesamtumsatz leicht - um drei Prozent - auf 235 Mio. Dollar steigen. Der Verlust sank von 105 Mio. auf 1,3 Mio. Dollar oder einem Cent je Aktie. Analysten gingen im Vorfeld davon aus, dass der drittgrößte Online-Reisevermittler einen Breakeven erreichen würde. Immerhin erwartet das Unternehmen für das laufende Quartal einen Umsatz, der zwischen 260 Mio. und 290 Mio. Dollar liegen wird.

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